Im Mittelpunkt steht die bewegte Phase der frühen Kirchengeschichte, in der das junge Christentum erstmals systematisch auf öffentliche Kritik reagierte – mit Schriften, die man später „Apologien“ nannte. Besonders beleuchtet wird dabei die Figur des Markion, der als scharfer Kritiker des Judentums und des Alten Testaments gilt – und der gleichzeitig maßgeblich dazu beitrug, dass sich ein verbindlicher neutestamentlicher Kanon herausbildete.
Ein eindrucksvolles Schlaglicht auf die damalige Situation wirft ein antiker Text des Fronto von Cirta (ca. 170 n. Chr.), in dem Christen als „lichtscheue Verschwörer“ und „verbotene Rotte“ verunglimpft werden – dieser Text wird im Gottesdienst als Lesung eingebunden. Im Anschluss an den Gottesdienst ist das Publikum eingeladen, mit Dr. Vogt ins Gespräch zu kommen. Fragen, Rückmeldungen und Diskussionen sind ausdrücklich erwünscht. Der „Gottesdienst akademisch“ versteht sich als Raum für geistliche Feier ebenso wie für intellektuelle Auseinandersetzung.
Parallel zum Hauptgottesdienst findet ein Kindergottesdienst statt, der kindgerecht und kreativ gestaltet ist – so ist auch für Familien gesorgt. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zum Austausch bei einer Tasse Kaffee im Foyer.
