Fußball 07.09.2025

Frauen-Hessenliga – Lütter und SGB grüßen von oben – Pilgerzell 0:4

Osthessen (pf/mas) – Ein osthessisches Duo marschiert vorneweg: Die SG Barockstadt gewann ihr zweites Saisonspiel in der Frauenfußball-Hessenliga am Samstag mit 2:1 (1:1) bei Hessen Kassel II. Die TSG Lütter siegte sogar 3:1 (2:1) gegen Egelsbach, obwohl das Team vom Sauerbrunnen lange in Unterzahl spielen musste. Nichts zu holen war hingegen für den TSV Pilgerzell, der sein erstes Spiel der neuen Runde mit 0:4 gegen BG Marburg in den Sand setzte.

Marcel Roßdeutscher und seine SG Barockstadt sind auf einem guten Weg. Foto: Pascal Fischer

Lütter feierte einen Heimsieg, Pilgerzell musste sich im ersten Saisonspiel geschlagen geben. Archivfoto: Christine Görlich

Hessen Kassel II – SG Barockstadt 1:2 (1:1)

„Die Mädels haben trotz einiger Hindernisse als eingeschworenes Team leidenschaftlich Fußball gespielt“, lobte SGB-Trainer Marcel Roßdeutscher seine Mannschaft, die den zweiten Sieg im zweiten Spiel feierte: Kassel war bis dato ungeschlagen und die Barockstadt hatte die Partie ursprünglich sogar verlegen wollen. „Das ging leider nicht aus Kasseler Sicht. Wir waren sehr ersatzgeschwächt“, so der Trainer. Doch damit – und auch mit dem Rückstand – ging die neuformierte SGB-Frauenmannschaft super um und gab die Antworten auf dem Platz: Celine Zura, die schon im ersten Spiel überragte, erzielte den Ausgleich und drehte das Spiel dann in der zweiten Hälfte mit einem weiteren Treffer. Roßdeutscher war vollauf zufrieden: „Am Ende haben wir verdient gewonnen. Kassel hatte zwischenzeitlich etwas höher geschoben, aber wir haben das hinten diszipliniert verteidigt und mit Ball aufgebaut. Ich bin froh und stolz“.

Barockstadt: Herbert; Zura, Kolbe, Willmer, Schlott, Dieringer, Rohrbach, Krug, Volland, Schick, Hohmann (Krebs, Köhler).

Tore: 1:0 Marie Wahler (17.), 1:1 Celine Zura (33.), 1:2 Celine Zura (62.)

Zuschauer: 80

 

TSG Lütter – SG Egelsbach 3:1 (2:1)

„Die Vorgabe war im ersten Heimspiel natürlich, dass die Punkte hier bleiben“, sagte TSG-Trainer Jürgen Auth nach der Partie. Und das gelang, wenn auch mit Hindernissen: Zwar traf Verena Faulstich früh zur Führung, der Plan ging gut 20 Minuten lang voll auf, bis Torhüterin Lea Schaab mit Rot vom Platz musste. „Unsere Abwehr wird mit einem langen Ball überspielt, sie läuft raus. Es war ein bisschen unklar, auch Abseits wurde gerufen“, so Auth zur Kollision auf dem Platz. Letztlich war für ihn die Entscheidung des Schiedsrichters aber „nachvollziehbar“ und das TSG-Trainerteam musste taktisch umstellen. Das 2:0 fiel kurz danach – ein kleines Glücksprodukt, weil der Ball der gegnerischen Torfrau durch die Finger flutschte. Danach kam Egelsbach aber immer besser rein. „Sie wussten, die Überzahl auszuspielen“, meinte Auth. Der Anschluss gelang, später wurde Lütter erstmal vom Pausenpfiff erlöst. „In der Kabine haben wir uns nochmal gesammelt und das System erklärt. Das war neu für die Mannschaft und sah natürlich etwas fragil aus“. Die TSG wusste, dass die Unterzahl anstrengend werde, setzte die Vorgaben der Coaches aber gut um. „Nach 60 Minuten hat das System gegriffen“, war Auth stolz. Dann gelang sogar noch das 3:1, das dem Gegner den Stecker zog.

Lütter: Schaab; Beck, Bahr, Jordan, Reith, Hahn, Grosser, Schlott, Pankow, Faulstich, Bott (Lohmann, Klaus, Maikranz, Lorenz, Schöppner)

Tore: 1:0 Verena Faulstich (6.), 2:0 Lena Grosser (27.), 2:1 Damla Bulut (32.), 3:1 Lena Grosser (64.)

Zuschauer: 80

Rote Karte: Lea Schaab (Lütter, 19.) - wegen Notbremse

 

TSV Pilgerzell – SF BG Marburg 0:4 (0:4)

„Das, was leider zu erwarten war“, sagte der Trainer der Pilgerzellerinnen, Knut Seuring, nach Abpfiff geknickt. Im ersten Spiel der Saison für die TSV-Frauen war gegen Marburg kein Kraut gewachsen, zumal die Blau-Gelben noch ungeschlagen sind. Zudem betonte Seuring, dass Pilgerzell ohnehin als „Underdog“ in dieser Saison in der Hessenliga gelte. In der ersten Halbzeit musste Torhüterin Larissa Kröhling schon viermal den Ball aus dem eigenen Kasten holen. „Wir haben zu schlecht verteidigt und Marburg hat alle Chancen genutzt“, sagte Seuring: „Nur wenige Situationen waren gut verteidigt.“ Mit dem Anpfiff der zweiten Halbzeit kam Pilgerzell dennoch besser in das Spiel und konnte zumindest für die zweiten 45 Minuten ein „Unentschieden“ verbuchen. Für die nächsten Spiele müsse sein Team außerdem wieder energischer in der Verteidigung und in Kopfballduellen werden, meinte der Coach – denn die ersten zwei Tore der Marburgerinnen fielen per Kopf.

TSV Pilgerzell: Kröhling, Bianco, R. Barth (58. Schneider), Rumpf (28. Worch, 82. Dingiludi)), Mc Gilvray, Leonangeli, Happ, Steinert, Lüdtke (77. Gruner), E. Barth (82. Burgenmeister), Wilde.

Tore: 0:1 Ann-Katrhin Kundermann (12.), 0:2 Lara Maria Schüermann (19.), 0:3 Gina Tröller (28.), 0:4 Lara Maria Schürmann (39.)

Zuschauer: 100

Gelb-Rote Karte: SF BG Marburg (83.)