Michael Quells Werke, die regelmäßig in ganz Europa sowie den USA, Lateinamerika und Asien aufgeführt werden, beschäftigen sich intensiv mit den grundsätzlichen Fragen der Existenz. Sein Schaffen ist von der Suche nach dem Geistigen, dem Existentiellen in der Musik gekennzeichnet. So spannen seine Werke immer wieder Beziehungen zu Denkwelten der Philosophie, der Literatur und ganz besonders zur Astro- und Teilchenphysik. Zudem ist einer der wesentlichen Charakterzüge seiner Musik von der intensiven Auseinandersetzung mit Zeit, Metazeitlichkeit sowie Transzendenz gekennzeichnet.
Neben dem frühen Quintett „Ekstare“ aus dem Jahre 1988, das von der Philosophie Heideggers inspiriert ist, erklangen beim Konzert die große Raumkomposition „Anamorphosis II (-Polymorphia)“ (2002/03), das Nonett „String II – Graviton“ (2015/16) und „Dark Matter“ (2011), beide von grundsätzlichen Fragen der Teilchen- und Astrophysik angeregt sowie „fantasia – lass die Moleküle rasen“ (2016) für Sopran und Klavier. Die Laudatio hielt Prof. Dr. Wolfgang Rüdiger, der unter dem Titel „Zwischen Philosophie und Physik – das Werk des Komponisten Michael Quell“ auf die wesentlichen Charakteristika und Entwicklungen im Schaffen des Komponisten blickte. Unter den Gästen im Fürstensaal waren unter anderem Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld und Jürgen Peter vom Veranstaltungs- und Eventmanagement des Fuldaer Kulturamts.
