Lokales FD 03.09.2025

Falsche Bankmitarbeiter und falsche Polizeibeamte im Landkreis Fulda

Fulda/Hünfeld (pm/jah) – Vorsicht ist geboten: Im Landkreis Fulda treiben aktuell wieder Betrüger ihr Unwesen, die sich beispielsweise als falsche Bankmitarbeiter und falsche Polizeibeamte ausgeben. Zwei Senioren aus Fulda und Hünfeld wurden am vergangenen Samstag Opfer der Kriminellen.

Foto: Symbolbild

Ein 86-jähriger Senior aus einem Fuldaer Stadtteil ist am vergangenen Samstag Opfer dreister Betrüger geworden. Der Mann erhielt zunächst einen Anruf, bei dem sich ein angeblicher Polizeibeamter bei ihm meldete. Im Verlauf des geschickt geführten Telefongespräches überzeugte er den Senior schließlich, eine vermeintliche Kollegin in sein Haus zu lassen, die wiederum seine Wertgegenstände fotografieren und somit sichern wollte. Die Betrügerin nutzte dabei einen unbeobachteten Moment und flüchtete mit Goldmünzen, einer EC-Karte und Bargeld im mittleren dreistelligen Bereich. Die Täterin kann wie folgt beschrieben werden: weiblich, circa 170 cm groß, circa 30-35 Jahre alt, lange dunkle Haare, dunkles Kurzarmoberteil. Sie führte einen dunklen Kleinwagen mit sich.

Auch ein 94-Jähriger aus Hünfeld wurde am Samstagvormittag von Betrügern kontaktiert. In einem Anruf meldete sich zunächst ein vermeintlicher Mitarbeiter einer Bank und gaukelte dem Senior vor, dass zeitnah bei ihm eingebrochen werden solle. Aus diesem Grund würde er ihn zur Polizei weiterverbinden. Noch während des laufenden Gesprächs mit einem angeblich örtlich zuständigen Polizisten, erschien eine Frau, die sich als Polizeibeamtin ausgab, an der Anschrift des Herren und teilt mit, den Tresor des 94-Jährigen überprüfen zu wollen. Der aufmerksame Senior durchschaute jedoch das betrügerische Vorgehen, gewährte keinen Zutritt zum Haus und beendete das Telefongespräch. Die Unbekannte kann wie folgt beschrieben werden: Weiblich, circa 20-30 Jahre alt, schlanke Statur.

Hinweise bitte an das Polizeipräsidium Osthessen unter Telefon 0661/105-0, jede andere Polizeidienststelle oder über die Onlinewache unter www.polizei.hessen.de.

In diesem Zusammenhang warnt die Polizei eindringlich: „Trickbetrug ist vielfältig:

 

   - Seien Sie misstrauisch, wenn sich jemand am Telefon nicht selbst

     mit Namen vorstellt oder als Bekannter/ Verwandter,

     Bankangestellter oder Polizeibeamter beziehungsweise Person der

     Justiz ausgibt, den Sie als solchen nicht erkennen.

   - Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald Ihr

     Gesprächspartner Geld von Ihnen fordert.

   - Rufen Sie Ihre Verwandten unter der Ihnen bekannten

     Telefonnummer oder die Polizei an. Achten Sie dabei darauf, dass

     sie das Telefonat mit den potentiellen Betrügern zuvor beendet

     haben und ein Freizeichen hören können, bevor Sie neu wählen.

   - Geben Sie niemals Geld oder Wertsachen in die Hände Ihnen

     unbekannter Personen.

Wichtig für Sie zu wissen ist: Die Polizei und auch alle anderen Personen der Justiz rufen niemals bei Ihnen an und fordern die Übergabe von Geld oder Wertsachen. Da betrügerische Anrufe mitunter allerdings durchaus echt wirken und den Angerufenen in eine besondere Lage - die Sorge um eine nahestehende Person - versetzen können, scheuen Sie sich nicht, sich bei fragwürdigen Anrufen umgehend an die Polizei zu wenden.“