„Die Verkaufsfläche wurde mir kurzfristig gekündigt. Sonst hätte ich erst Ende nächsten Jahres den Laden geschlossen“, erklärt Kaiser. Stattdessen beginnt nun ein kurzfristiger Abverkauf der Restware. Die Schließung ist offiziell zum 31. Dezember geplant – sollte der Laden bereits im Dezember leer sein, könnte das Geschäft auch früher schließen. Ganz verabschieden möchte sich der 63-Jährige aber noch nicht vom Fahrradgeschäft. „Ich werde zukünftig eine Werkstatt bei mir zu Hause einrichten und da den Service weiter fortführen“, so Kaiser. Damit will er insbesondere Kunden entgegenkommen, die sich Sorgen um Garantie oder Wartung machen. Viele seien vom Aus des Ladens überrascht gewesen: „Die Kunden waren erschrocken, fanden es schade und waren auch etwas enttäuscht.“ Was mit der Fläche an der Ecke zur Innenstadt passiert, ist aktuell noch unklar. „Wahrscheinlich wird sie erstmal grundsaniert“, vermutet Kaiser. Auch die einzige Teilzeitkraft im Laden orientiere sich bereits neu. Trotz der verfrühten Schließung nimmt Kaiser den Schritt gelassen: „Ich gehe auf die Rente zu – nächstes Jahr wäre mit dem Laden sowieso Schluss gewesen.“
