Der Brunnen wird in Form eines Kaskadenbrunnens aus Edelstahl gestaltet. Die in Mödling (Österreich) ansässige Brunnenbaufirma REVISAGE hat für Rotenburg eine Sonderausführung mit elf Wasserspeiern angefertigt. Mit dieser Brunnengestaltung greift der Förderkreis Jüdisches Museum das Postulat des jüdischen Religionsphilosophen Emil Ludwig Fackenheim auf, der die Erinnerung an den Holocaust mit einem zusätzlichen Gebot gefestigt sehen will.
In dem Wasser des Brunnens sieht der Förderkreis auch eine Verbindung zur rituellen Bedeutung der Mikwe, dem Ort der rituellen Reinigung. Diese Praxis war in der jüdischen Tradition von herausragender Bedeutung und gehört ebenso zum Wesenskern des Islam. Das Jüdische Museum in Rotenburg, vor dem der Brunnen künftig seinen Platz hat, befindet sich an jener historischen Stelle, an der sich seit dem 15. Jahrhundert ein rituelles Tauchbad befand. Zur Einweihungsfeier werden auch Nachfahren jüdischer Familien aus der Region erwartet.
