Lokales FD 22.09.2025

DRK-Bundeswettbewerb – Viel Lob für Ehrenamtler bei Empfang

Fulda (gü) – Die Rot-Kreuz-Familie trifft sich an diesem Wochenende zum 63. DRK-Bundeswettbewerb der Bereitschaften in Fulda. Am Samstagmittag gab es einen Empfang für Ehrengäste im Fuldaer Stadtschoss. Hessens Innenminister Prof. Dr. Robert Poseck und die anderen Redner hoben die Bedeutung des Ehrenamts für die Gesellschaft und die wichtige Rolle von Hilfsorganisationen wie dem DRK im Bevölkerungsschutz hervor.

Foto: DRK Fulda.

Der Bundeswettbewerb stehe für das, was das Deutsche Rote Kreuz auszeichne: Hohe Professionalität und unermüdlicher Einsatz verbunden mit Teamgeist und Zusammenhalt. „Werte, die so auch in die Gesellschaft hineingetragen werden“, so Poseck. Er betonte das besondere Zusammenspiel zwischen Haupt- und Ehrenamt beim DRK und die Rolle des Ehrenamts beim Katastrophenschutz. „Dass die Aufgaben im Bereich des Bevölkerungsschutzes mehr und nicht weniger werden, kann man jeden Tag erleben“, sagte der Innenminister. Das Land müsse resilienter und verteidigungsfähiger werden und das gehe nur gemeinsam. „Die Sicherheit der Menschen, der Bevölkerungsschutz müssen immer eine besondere Priorität haben“, machte Poseck deutlich, dafür brauche es neben Investitionen in die Gerätschaften vor allem die Menschen.

Begrüßt hatte die Gäste Generalstabsarzt Dr. Johannes Backus aus dem Präsidium des DRK. Er zeigte auf, dass der Bundeswettbewerb mehr als nur eine Art Deutsche Meisterschaft der DRK-Bereitschaften sei: „Die Rot-Kreuz-Family trifft sich, misst sich, feiert miteinander, vernetzt sich.“ Die teilnehmenden Teams bekämen realitätsnahe Szenarien präsentiert und neben Können und Wissen brauche es auch eine große Portion Teamgeist und Empathie, um die Aufgaben zu lösen. Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg, Präsidentin des DRK-Kreisverband Fulda machte deutlich, dass Bevölkerungsschutz nicht ein „nice to have“, sondern ein „must have“ sei und formulierte die deutliche Forderung an die Politik, die Ehrenamtler der sogenannten „weißen Fraktion“ mit anderen, wie beispielsweise der Feuerwehr, gleichzustellen, wenn es zum Beispiel um Verdienstausfälle während der Teilnahme an Lehrgängen oder Katastropheneinsätzen gehe. Auch sprach sie – wie zuvor schon Poseck – die zunehmenden Angriffe gegen Einsatzkräfte an und sagte: „Es braucht einen Wandel in der Gesellschaft, denn unserer Retter sind Helden des Alltags.“

Weitere Grußworte sprachen Fuldas Bürgermeister Dag Wehner, der Parlamentarische Staatssekretär und Bundestagsabgeordnete Michael Brand, der Landtagsabgeordnete Thomas Hering, Fuldas Erster Kreisbeigeordneter Frederik Schmitt und Norbert Södler, Präsident des DRK-Landesverbands Hessen. „Unser Rettungsdienst lebt von der Bereitschaft der Meschen, in besonderen Situationen sofort zu helfen“, sagte Wehner. Schmitt berichtete von einer Begegnung mit dem Team des Jugend Rot Kreuzes aus Hamburg-Altona am Vormittag, bei der ihm die Ehrenamtlichen geschildert hätten, warum sie mitmachen. Einer der Punkte sei gewesen, weil es sie zufrieden und glücklich mache. „Das sollten wir immer wieder herausstellen beim Ehrenamt“, sagte Schmitt. Alle sprachen den Haupt- und Ehrenamtlichen ihren Dank und Respekt für ihre Arbeit aus. „Sie sind ein starker Teil in der größten Bewegung von Mensch zu Mensch weltweit“, verdeutlichte Brand an die DRKler gewandt: „Auf das DRK ist immer Verlass. Hier sitzen nicht die Besserwisser, hier sitzen die Bessertuer“ Wie auch andere Redner des Tages ging er auch auf die aktuellen Krisen und daraus entstehenden Herausforderungen ein: „Die Bundesregierung hat sich insgesamt vorgenommen, dass wir aufrüsten im Bereich von Zivil- und Bevölkerungsschutz.“ Auch Hering betonte, dass der Rettungsdienst ein wichtiger Bestandteil für die Sicherheit im Land sei und machte auf den besonderen Termin des Bundeswettbewerbs aufmerksam: Dieser liegt am Wochenende zwischen der Woche des Respekts und der Woche der Wiederbelebung.

Zum 63. DRK-Bundeswettbewerb der Bereitschaften sind rund 400 Rotkreuzler aus ganz Deutschland und sogar aus Österreich nach Fulda gereist. An 16 Stationen mussten die teilnehmenden Teams zehn verschiedene Disziplinen aus den Fachbereichen des Roten Kreuzes – Sanitätsdienst, Betreuungsdienst, Technik und Logistik – durchlaufen. Diese waren in der Innenstadt und den Fulda-Auen verteilt und somit für die Öffentlichkeit sichtbar. „Ich hoffe, dass vom Wettbewerb eine Werbung für das Rote Kreuz ausgeht“, sagte Södler und berichtete von einigen Gesprächen, die er an diesem Tag schon mit Menschen geführt hätte. Zu Beginn der Veranstaltung war ein Film des DRK-Kreisverbands Fulda gezeigt, in dem es um die Geschichte der Medizin in Fulda und die Entwicklung des DRK hier ging.

Empfang zum DRK-Bundeswettbewerb. Fotos: Jasha Günther und DRK Fulda