Nur rund 80 Kilometer Anreise hat der TSV Bad Königshofen aus Unterfranken nach Fulda. In der Vorsaison landeten die Gäste auf dem begehrten vierten Rang – knapp vor dem TTC – und schieden dann im Playoff-Halbfinale gegen Düsseldorf aus.
Die Vergleiche in der Vorsaison zwischen beiden Teams gewann jeweils die Heimmannschaft, der 3:1-Sieg der Maberzeller gelang dabei ebenfalls am dritten Spieltag. Dort sehen sich die Clubs nun in der neuen Saison wieder, unter anderen Vorzeichen: Maberzell hatte auf das Verpassen der Playoffs unter anderem mit der Verpflichtung von Jonathan Groth reagiert, der Rückkehrer gewann zuletzt in Dortmund seine beiden Einzel und soll auch gegen Bad Königshofen wieder ein X-Faktor sein. Der Däne war dieser Tage noch in Macau unterwegs, ist aber rechtzeitig zurück in Osthessen, wie TTC-Präsident Stefan Frauenholz angibt.
Ansonsten werden die Maberzeller erneut mit dem Aufgebot Ovtcharov, Filus, Groth und Meng antreten – über die Aufstellung dürfte Chefcoach Qing Yu Meng noch grübeln. Der Gegner aus Bad Königshofen steht nach zwei absolvierten Spielen am Tabellenende, nur Routinier Daniel Habesohn und der 20 Jahre jüngere Andre Bertelsmeier konnten bisher je ein Einzel gewinnen – das will Frauenholz aber nicht überbewerten: „Sie sind brandgefährlich“, warnt er. Die Unterfranken hatten erst in Grenzau verloren, das 1:3 jüngst gegen Saarbrücken mit Fan Zhendong und Patrick Franziska könne er „eigentlich gar nicht zählen“.
Demnach ist Vorsicht geboten in der Hubtex Arena, wo die Maberzeller den ersten Heimsieg der Runde verbuchen wollen. Der Spieltermin am Montagabend war zumindest in der vergangenen Saison schon gut angenommen worden, entsprechend hofft Frauenholz auch diesmal nicht auf einen Nachteil, sondern eine volle Hütte: „Diese Derbys sind auch immer besondere Spiele“.
Übrigens: Lange Pause ist nach dem Bundesliga-Spiel am Montag nicht. Kommenden Freitag, 19. September, ist der TTC Maberzell dann gleich wieder im Pokal gefordert, dort geht es zuhause gegen Grünwettersbach.
