Tischtennis 16.09.2025

Bundesliga – Maberzell feiert ersten Heimsieg gegen Bad Königshofen

Fulda (jah) – Der TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell ist in der angelaufenen Saison der Tischtennis-Bundesliga angekommen: Gegen den Tabellenletzten Bad Königshofen setzten sich die Fuldaer im Derby hochverdient mit 3:0 (3:1, 3:1, 3:2) durch, verbuchten nach dem Auswärtssieg in Dortmund den zweiten Erfolg in Serie und schoben sich damit auf Platz fünf der Tabelle vor.

Dimitrij Ovtcharov und der TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell konnten sich über den ersten Heimsieg der Saison freuen. Foto: Manfred Völler

Gegen den Kroaten Filip Zeljko hatte Trainersohn Fanbo Meng mit einem Sieg sogar die Chance, die Partie im Schnelldurchlauf zu beenden: Und Meng lieferte ab. In einer wahren Nervenschlacht lag er bereits mit 1:2 in Sätzen zurück, wehrte im vierten Satz sogar Matchbälle ab – und bewies hinten raus Nervenstärke. Nach dem 11:8 im Entscheidungsdurchgang war die Partie nach etwas mehr als zwei Stunden beendet und die Maberzeller konnten sich über den zweiten Saisonsieg freuen. „Er ist heute der klare Matchwinner“, freute sich Maberzells stellvertretender Vorsitzender Johannes Hodes: „Da waren wirklich auch hochklassige Ballwechsel dabei. Auch als Fanbo die Matchbälle abgewehrt hat, das war brutal.“

Jonathan Groth und Dimitrij Ovtcharov hatten ihre beiden Einzel an Position eins und zwei souverän gewonnen. Neuzugang Groth erwischte einen schweren Start gegen Bastian Steger und gab Satz eins ab, kämpfte sich aber im Anschluss schnell rein in die Partie. In einem Duell auf Augenhöhe ereignete sich die Schlüsselszene des Duells gegen Ende des zweiten Durchgangs: Beim Stand von 8:10 wehrte der Däne zwei Satzbälle ab und sicherte sich auch die folgenden zwei Punkte. Nach dem Satzausgleich ließ Groth dann nichts mehr Anbrennen – unter dem Strich ein souveräner Viersatzsieg.

Den konnte auch Starspieler Dimitrij Ovtcharov gegen den erst 19-Jährigen Andre Bertelsmeier feiern: Lediglich in Satz drei ließ die Konzentration des Deutschen gegen den tapfer kämpfenden Youngster nach, zwischenzeitlich lag „Dima“ mit 2:9 zurück – am Ende ging der Satz mit 11:7 an die Gäste. Im vierten Durchgang spielte Ovtcharov dann gekonnt seine Erfahrung aus: 2:0 für Maberzell, Fanbo Meng hatte es nun bereits in der Hand. Zu Beginn fand der Trainersohn nur phasenweise zu seinem Spiel, vor allem gegen Ende der Partie zeigte Meng aber seine ganze Klasse – und avancierte für die Maberzeller zum Matchwinner, die in dieser Saison erstmals in der frisch renovierten Hubtex-Arena spielten. Der Einstand konnte sich also sehen lassen, befand auch Johannes Hodes: „Das Publikum war super, auch die Gästefans muss man da erwähnen. Wir haben die Halle mit einem Sieg eingeweiht, das ist fantastisch. Wir haben im Derby gezeigt, dass wir klar die Nummer eins in der Region sind.“

Bundesliga: Maberzell - Bad Königshofen. Teil 1. Fotos: Manfred Völler