„Das war wirklich ein Drama. Aber umso besser, wenn es dann gut für einen ausgeht“, zeigte sich Stefan Frauenholz erleichtert: „Es war von vornerein klar, dass das ein enges Spiel wird. Immerhin hat Kristian Karlsson eine positive Bilanz gegen jeden einzelnen Spieler von uns.“ Aus diesem Grund stellte der BVB den Schweden wohl auch auf eins, mutmaßte Frauenholz: „Dann spielt er zwei Mal und die Dortmunder haben da sicherlich auf zwei Punkte gehofft. Wir hätten Ruwen Filus gerne gegen Anders Lind gehabt, da Lind sich gegen Abwehrspieler schwertut“, analysierte Frauenholz die strategischen Ausrichtungen beider Teams.
Die Dortmunder taten Frauenholz den gefallen allerdings nicht: Karlsson spielte auf eins gegen Ruwen Filus, der dem Favoriten zwar Paroli bot, sich allerdings dennoch in drei Sätzen geschlagen geben musste. So musste stattdessen Dimitrij Ovtcharov in seinem Einzel gegen Anders Lind ran, der Deutsche sah jedoch kein Land und musste sich in drei Sätzen geschlagen geben – lediglich im zweiten Durchgang kam Spannung auf, Ovtcharov vergab sogar einen Satzball, was das zwischenzeitliche 1:1 bedeutet hätte. „Dann gewinnt er das Ding wahrscheinlich auch“, konstatierte Stefan Frauenholz: „Allerdings war er auch noch angeschlagen durch einen grippalen Infekt.“ Nichts desto trotz hatte Lind am Ende die besseren Nerven und schnappte sich auch den zweiten Satz, 12:14 hieß es am Ende aus Maberzeller Sicht. Im letzten Satz ließ der Schwede in Diensten des BVB dann nichts mehr anbrennen (11:3).
Zu diesem Zeitpunkt stand es in der Dortmunder Brügmann-Sporthalle bereits 1:1, nach der klaren Niederlage von Ruwen Filus konnte sich Jonathan Groth in einem umkämpften Spiel mit 3:1 gegen Adam Szudi durchsetzen – nach Ovtcharovs Niederlage stand der Däne also unter Druck, unbedingt gewinnen zu müssen. Und Groth lieferte ab: Nach drei umkämpften Durchgängen führte der 32-Jährige bereits mit 2:1 nach Sätzen und kämpfte sich im vierten Durchgang nach Rückstand nochmal zurück – 3:1 für Groth, das Doppel musste also die Entscheidung bringen. Und auch hier war die Spannung der fast 400 Zuschauer in der Dortmunder Halle greifbar: Dimitrij Ovtcharov lieferte sich an der Seite von Fanbo Meng ein hochintensives Duell mit Anders Lind und Adam Szudi – mit dem besseren Ende für die Fuldaer. „Nervenstark“, befand Frauenholz: „Vielleicht war auch etwas Glück dabei, aber das brauchst du bei so einem Spielverlauf auch.“ Der Matchwinner war für den Maberzeller Präsidenten schnell ausgemacht: „Eindeutig Jonathan Groth. Ich glaube, dass bei ihm der Knoten nach dem unglücklichen Auftakt geplatzt ist. Immerhin stand er vor der Partie bei einer Bilanz von 2:7 gegen Karlsson und hätte das Spiel sogar in drei Sätzen zumachen können.“
Borussia Dortmund - TTC Rhön Sprudel Fulda-Maberzell 2:3
Kristian Karlsson – Ruwen Filus 3:0 (12:10, 11:9, 11:8)
Adam Szudi – Jonathan Groth 1:3 (12:10, 10:12, 7:11, 10:12)
Anders Lind – Dimitrij Ovtcharov 3:0 (11:7, 14:12, 11:3)
Kristian Karlsson – Jonathan Groth 1:3 (9:11, 8:11, 11:8, 5:11)
Lind/Szudi – Ovtcharov/Meng 2:3 (6:11, 11:9, 7:11, 11:9, 9:11)
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