In ihrem gemeinsamen Antrag stellten die Koalitions-Fraktionen von CDU, FDP und CWE klar, dass sich Wehner für eine Wiederwahl zur Verfügung stelle. Patricia Fehrmann, Vorsitzende der CDU-Fraktion, erklärte, dass der Verzicht auf eine Wahlvorbereitung nicht nur pragmatisch sei, sondern „Ausdruck von großem Vertrauen und Stabilität“ in den amtierenden Bürgermeister. Er habe in der Vergangenheit durch seine Arbeit überzeugt und sei auch für die Zukunft sicher aufgestellt: „Er hat parteiübergreifend das Vertrauen gewonnen.“ Neben der hohen fachlichen Kompetenz hob sie die Gelassenheit des Amtsinhabers hervor: „Eine Führungspersönlichkeit, die mit einer ruhigen Hand durch unsichere Zeiten hindurchsteuert.“ Entsprechend sei es nur folgerichtig, auf eine Ausschreibung zu verzichten.
Jonathan Wulff, Fraktionsvorsitzender der SPD-Fraktion, beschrieb Wehner als einen zuverlässigen und sympathischen Menschen, der definitiv für das Amt geeignet sei. Wulff merkte allerdings an: „Es gibt Teilbereiche, bei denen wir nicht einverstanden sind.“ Er wünschte sich beispielsweise eine größere Vielfalt in der Schullandschaft. Die Fraktion könne dem Antrag daher nicht zustimmen. Marie-Louise Puls (Grüne) merkte hingegen mit Blick auf die anstehende Kommunalwahl im März 2026 an: „Wir brauchen jetzt die Konzentration auf Inhalte.“ Auch da es keine Anzeichen für eine ernsthafte weitere Bewerbung gebe, könne ihre Fraktion dem Antrag zustimmen: „Wir schätzen die Art von Bürgermeister Wehner bei allen politischen Differenzen.“ Puls machte jedoch deutlich, dass die Grünen bei einer tatsächlichen Wahl nicht zwingend für Wehner stimmen würden. Kritik an dem Vorgehen äußerten die AfD-Fraktion sowie Jürgen Schmitt von der BfO. Ute Riebold von „Die Partei“ meinte hingegen zum Antrag an die Koaltion gewandt: „Macht doch, was ihr wollt, so wie immer halt.“
