Mit gut 120 Gästen, die in der Kapelle im Franzosenwäldchen durch die Kunstausstellung und Klänge und Worte begeistert wurden, startet „Licht. Körper. Ton“ seine Schau. In der Ausstellungsreihe Gaia Nostra sind Dahlien die Protagonisten einer vielseitigen Auseinandersetzung über Kreise des Lebens. Das Künstlerduo Patricia Schellenberger und Rik Wagter zeigt diese dritte Schau in einem neu bespielten und historisch geladenen Raum: der renovierten Kapelle am Alten Friedhof Fulda, dem sogenannten Franzosenwäldchen. Es war ein einmaliges und für den Ort erstmaliges Ereignis und Erlebnis.
Doppelte Laudatio
Als Laudatio gab es passende Worte von Dr. Thomas Heiler und Dr. Christoph Quarch,
Amtsleiter Kulturmanagement und ehemaliger Stadtarchivar Dr. Thomas Heiler meinte: „Gaia Nostra ist eine ungewöhnliche, besondere Ausstellung. Ich weiß, dass sagt man bei jeder Ausstellung, aber heute ist es tatsächlich so, da hier die Kunst mit den historische Werten dieses Ortes so intensiv zusammenfließen.“ Der Philosoph Dr. Christoph Quarch zog tiefgreifende Parallelen zu einer Geschichte aus der Römischen Antike, in der die Kernbegriffe 'Licht, Körper und Ton‘ schon zusammenkamen. So baute er ein philosophisches Fundament unter die Wahrnehmung der Kunstwerke und betonte die ethische Botschaft, Sorge füreinander und die Natur allzeit als Essenz des Menschseins zu betrachten.
Klangvoll
Ganz besonders waren auch die Stimmen von Juliane und Lupita, zwei Sängerinnen, die mit Obertönen und hohen ätherischen Klängen das Publikum zu einer fast meditativen Phase erhoben. Dieser erste gemeinsame Auftritt der beiden Stimmkünstlerinnen war so ergreifend, dass eine weitere Vorführung stattfinden wird. Geplant ist ein Gaia Nostra-Liegenkonzert in der Kapelle im Oktober. Außerdem erklang anschließend ein Soundscape von Schellenberger und Wagter, das die Ausstellung fortlaufend untermalen wird - eine kleine tonale Reise nach Mexiko in drei Dimensionen Dolby Audio.
Frequenzen
Noch lange in den Abend vibrierte das Franzosenwäldchen und der Innenraum der Kapelle trat in Dialog mit all den kunstinteressierten Menschen. Am folgenden Sonntag, dem Tag des offenen Denkmals, gab es immer wieder Stimmen von Besuchern, die dachten, dass einige Arbeiten zum Inventar der Kapelle gehörten, besonders die Skulptur auf den Altarstufen - die GAIA Skulptur aus Lehm, Ton und Pflanzenkohle.
Gaia Nostra wird unterstützt von der Stadt Fulda und Citymarketing Fulda. Die Ausstellung ist besuchbar bis zum 19. Oktober 2025
