In diesem Gebäude waren unter anderem der Fachbereich Informatik sowie mehrere Forschungsinstitute untergebracht. Zudem schlug eine Rakete unmittelbar vor dem mehrstöckigen Hauptgebäude der Universität ein und richtete ebenfalls erheblichen Schaden an. Tote oder Schwerverletzte gab es glücklicherweise nicht, da der Angriff kurz vor Mitternacht erfolgte.
Das Präsidium der Hochschule Fulda ist schockiert vom Ausmaß der Zerstörung und der Sinnlosigkeit des gezielten russischen Angriffs auf ukrainische Bildungseinrichtungen. „Nach wie vor geht die russische Regierung ganz bewusst, skrupellos und mit zunehmender Intensität gegen zivile Einrichtung vor. Ziel ist es ganz offensichtlich, die Moral in der Bevölkerung zu brechen“, zeigt sich Hochschulpräsident Prof. Dr. Karim Khakzar betroffen.
Bereits an Palmsonntag war die Sumy State University durch einen schweren Raketenangriff getroffen worden. Damals wurden zentrale Gebäude wie das Congress Center, Unterrichtsräume und das International Office massiv beschädigt oder zerstört. Mehr als 30 Menschen kamen ums Leben, über 100 wurden verletzt.
Hochschulpräsident Khakzar steht seitdem weiterhin in engem Austausch mit den Verantwortlichen vor Ort. „Es ist beeindruckend, mit welchem Mut und Durchhaltevermögen die Kolleginnen und Kollegen in Sumy trotz dieser Angriffe weiterarbeiten und die akademische Gemeinschaft zusammenhalten“, erklärt Khakzar und fügt hinzu: „Nach Aussage der Leiterin des International Office, Dr. Alla Krasulia, sind die Ukrainer inzwischen Meister im Überleben und Wiederaufbau.“
Um die ukrainische Partnerhochschule zu unterstützen, hat der Verein Freunde und Förderer der Hochschule Fulda im Sommer das Spendenprojekt „Solidarität mit Sumy“ auf der Plattform der VR Bank Fulda gestartet. Bislang sind knapp 3000 Euro für den Wiederaufbau zusammengekommen. „Dies ist angesichts der Zerstörung sicherlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein, aber ein deutliches Zeichen der Solidarität und des Mitgefühls für die Menschen in Sumy“, betont Khakzar. Das Präsidium bittet angesichts der dramatischen Entwicklungen erneut um Spenden.
Eine weitere Spendenmöglichkeit bietet der Förderverein nun auch über sein Vereinskonto. Als Verwendungszweck sollte dabei "Hilfe für Sumy State University / Ukraine" angegeben werden. Vorstandsmitglied Ilona Jehn fügt hinzu: „Damit Zuwendungsbestätigungen erstellt werden können, müssen uns die Spenderinnen und Spender eine Adresse zukommen lassen. Ist eine Zuwendungsbestätigung gewünscht, sollte daher die Adresse in der zweiten Zeile des Verwendungszwecks angegeben werden.“
Das Spendenprojekt „Solidarität mit Sumy“ des Fördervereins ist hier zu finden:
