Kanu 01.09.2025

75 Jahre Kanu-Club Fulda – Ein Fest für alle Generationen

Fulda (sim) – Volles Gelände, bestes Wetter, zufriedene Gesichter: Der Kanu-Club Fulda feierte sein 75-jähriges Bestehen – mit einem abwechslungsreichen Programm, zahlreichen Gästen aus Politik und Sport sowie einem Rückblick auf eine traditionsreiche Vereinsgeschichte. Rund 400 Mitglieder zählt der Verein heute – und präsentierte sich beim Jubiläum nicht nur heimatverbunden, sondern auch zukunftsorientiert.

Die geehrten Sportler des Kanu-Clubs. Fotos: Silas Messing

Das Wildwasserabfahrt-Team, was nach ihren erbrachten Leistungen geehrtwurde

„Wir sind völlig zufrieden mit dem ganzen Tag. Es läuft sehr gut“, freute sich die zweite Vorsitzende des Kanu-Clubs, Anika Schulz. „Das Wetter ist perfekt. Es ist sehr voll – wir haben einige erwartet, aber es läuft super. Ganz viele sind hier und probieren alles aus, was wir zu bieten haben.“ Neben Bootsfahrten, Kanurutsche, Grillbuffet und Kuchenangebot war das beliebte Pappbootrennen mit 26 Startern so gut besucht wie nie zuvor – ein echtes Highlight für Jung und Alt.

Prominente Gäste, starke Worte

Den offiziellen Festakt eröffnete der erste Vorsitzende Wolfgang Zoth mit der Begrüßung zahlreicher Ehrengäste, darunter Bundestagsabgeordneter und Staatssekretär Michael Brand, Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld, Petersbergs Bürgermeisterin Claudia Brandes, CDU-Landtagsabgeordneter Thomas Hering, der Vizepräsident des Hessischen Kanu-Verbands Thomas Sommer, Sportkreisvertreter Thomas Plur sowie Fabian Brehl als Vertreter des Hauptsponsors RhönSprudel. Zoth betonte in seiner Ansprache die lange Tradition des Vereins – insbesondere das Fulda-Rennen, das seit über 50 Jahren mit internationaler Beteiligung stattfindet. Besonders wichtig sei jedoch, dass die junge Generation sich aktiv einbringe: „Der Verein gehört auch euch.“

Im Anschluss wurde ein Film über die Vereinsgeschichte gezeigt. Darin wurde an die sieben Gründungsmitglieder erinnert, die 1949 mit einem symbolischen Startkapital von minus 50 D-Mark begannen – ein Detail, das auch OB Wingenfeld in seinen Grußworten aufgriff: „Ich danke allen Generationen, die den Verein geführt und weiterentwickelt haben. Dieses Hobby verbindet sportliche Aktivität mit dem unmittelbaren Erleben von Natur.“ Fulda wurde im Film zudem als „Wildwasserhochburg“ bezeichnet – in den 1990er-Jahren war der Standort sogar offizieller Bundesstützpunkt.

Ehrungen für Engagement und Leistung

Anschließend leitete Norbert Gescher die Ehrungen langjähriger Mitglieder. Alle, die dem Verein seit über 50 Jahren angehören, wurden mit einem Präsentkorb, einer Urkunde und der Vereinschronik ausgezeichnet. Besonders hervorgehoben wurde Alfred Schäfer für 73 Jahre Mitgliedschaft. Arno Wohn und Fritz Pollert folgen mit je 70 Jahren. Weitere Geehrte waren Ursula Knittel, Elmar Ebert, Werner Meier, Stephan Knittel, Hans-Dieter Alt, Thorsten Staubach, Ulrich Knittel, Saul Wolf, Bruno Busch, Matthias Bott und Karlo Schmitt. Auch sportlich blickte der Verein auf ein erfolgreiches Jahr zurück: Für herausragende Leistungen wurden Jasper Zentgraf, Anne Jäger, Malte Schütt, Torben Kramm, Hugo Langmann, Felix Denner, Amelie Denner, Roman Kupka, Jasper Baumann, Johannes Baumann, Lotta Bayer, Finja Staubach, Eike Hosenfeld und Janina Piaskowski ausgezeichnet. Die Ehrungen übernahmen Thomas Plur, Thomas Sommer und David Piaskowski. Zudem wurden das Kanu-Team, das Wildwasser-Team sowie das Kanu-Polo-Team für ihre Leistungen gewürdigt. Zum Abschluss wurde der Kanu-Club Fulda selbst für sein 75-jähriges Bestehen ausgezeichnet – ein runder Tag voller Geschichte, Gemeinschaft und Begeisterung, der zeigte, wie lebendig und engagiert der Verein auch nach 75 Jahren noch ist.