Den Bericht zum Ausbau der Ladeinfrastruktur aus dem Elektromobilitätskonzept hatte die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen gestellt. Wie Schreiner erfreut mitteilte, habe die RhönEnergie sich als ausführendes Unternehmen im Vergabeverfahren durchsetzen können. Der Ausbau von 56 Ladepunkten in verschiedenen Stadtteilen sei gestartet. Wie die RhönEnergie bereits im Juli erklärte, soll das Projekt bis zum Jahresende abgeschlossen werden.
Über einige weitere Projekte in Sachen Klimaschutz in Fulda berichtete die Klimaschutzmanagerin Beyer. Sie hob hervor, dass hinter den aktuell 37 Maßnahmen ein großes Team aus mehreren Abteilungen stecke, die gemeinsam mit weiteren externen Partnern an der Umsetzung arbeiten würden. Wie Beyer erläuterte, seien rund ein Jahr nach dem Start 20 Maßnahmen aktuell in der Umsetzung. 14 weitere Maßnahmen seien noch nicht begonnen worden, bei zwei aufgestellten Maßnahmen sei eine Überarbeitung nötig. Umgesetzt worden sei bisher der Hitzeaktionsplan der Stadt Fulda. In ihrem Bericht ging die Klimaschutzmanagerin näher auf einzelne Projekte ein. „Eine Mammutaufgabe ist die Sanierung für die kommunalen Liegenschaften“, teilte sie mit. Weitere Maßnahmen seien beispielsweise die Erstellung und Umsetzung des Kommunalen Wärmeplans, Pläne für die Zwischennutzung leerstehender Gebäude in Fulda, den Ausbau von Photovoltaik auf Dächern oder Konzepte für Carsharing in der Stadt. Beyer ergänzte zum Ende ihres Berichts: „Klimaschutz geht alle an.“
Michael Ruppel, Vorsitzender des Ausschusses, bedankte sich bei der Klimaschutzmanagerin und dem Team für die Leistungen. Bezüglich möglicher Kosten für die Umsetzungen verwies er jedoch auf die aktuelle wirtschaftlich stagnierende Situation: „Die Haushaltslage müssen wir berücksichtigen.“ Von den Fraktionen SPD/Volt und Bündnis 90/Die Grünen gab es ebenfalls Zuspruch für die Arbeiten. Markus Günther (CDU) erklärte: „Das ist ein guter Start.“ Er hoffe, dass die Umsetzung der Maßnahmen in den kommenden Jahren Stück für Stück erfolge.
Einstimmig beschlossen wurden während der Sitzung zudem mehrere Anträge, die sich mit der geplanten Feuerwehrwache Süd in Zirkenbach beschäftigten. Dort sollte neben der Feuerwehr auch der Zivilschutz eine Rolle spielen. Wie Schreiner erläuterte, seien diese Planungen nach reiflicher Überprüfung aber nicht mehr von Nöten gewesen. Zur neuen Wehr gab er weiter an: „Wir wollen eine Verbindung schaffen zwischen dem Bürgerhaus und der Feuerwehr.“ Der Stadtbaurat erläuterte, dass sich der Standort ideal für eine Feuerwache einige und zusätzlich noch ein barrierefreier Zugang für das Bürgerhaus im Zuge des Baus geschaffen werden soll. Einhellige Zustimmung fand außerdem die Aufstellung des Bebauungsplanes für ein Projekt am „Stadteingang Leipziger Straße“, wo 420 Wohneinheiten für Studierende entstehen sollen. Schreiner erklärte, dass die Pläne noch unter Vorbehalt stehen, weil die Finanzierung durch das Land Hessen noch nicht bestätigt wurde.
