Der damalige Geschäftsführer Heinz Wüllner hatte mit Fachkraft Ronald Ilius Ende der 80er Jahre den Wunsch, aus den „Notstellen" Bahnhofsmission und Tagesstätte in der Bahnhofsstraße eine umfassende Hilfe für Menschen ohne Obdach anzubieten. Die Idee, die ehemalige Gaststätte „Bierbrunnen" in der Kronhofstraße einfach „ein bisschen umzubauen", konnte wegen der maroden Bausubstanz nicht umgesetzt werden. So entstand ein Neubau, bei dem Denkmalschützer und Archäologen einbezogen werden mussten. Nach vielen Gesprächen mit dem Umfeld hatte dieses nach zähem Ringen dem Bau zugestimmt. Den Befürchtungen, es könne von den Menschen, die Hilfe im Caritas-Haus suchen, eine Gefährdung ausgehen wird bis heute durch personelle und pädagogische Maßnahmen begegnet. Für Menschen ohne Wohnung oder solche, die von Wohnungslosigkeit bedroht sind, öffnen Fachkräfte und Ehrenamtliche seit 25 Jahren die Türen.
Im Haus Jakobsbrunnen gibt es umfassende Unterstützung, Beratung und Hilfe. Neben dem stationären Wohnheim, der Fachberatung und dem ambulanten betreuten Wohnen ist das Café Jakobsbrunnen eine niederschwellige Aufenthalts- und Begegnungsstätte. Hier finden Menschen bei zahlreichen Ehrenamtlichen immer ein offenes Ohr. Bei einer Vernissage aus einem Kreativ Workshop mit der Künstlerin Farina von „RAVENWOODPouring“ konnten sich die Gäste und Klienten bei Live-Musik von Michael Knubbe austauschen, begegnen und Kulinarisches genießen.
Danksagungen der Verantwortlichen
Caritasdirektor Dr. Markus Juch dankte in seinem Grußwort ausdrücklich dem Landeswohlfahrtsverband Hessen für die langjährige, sehr gute und stets vertrauensvolle Zusammenarbeit: „Ohne die stabile Finanzierung dieser Angebote hätten viele Menschen den Weg
Zurück in ein Leben mit eigener Wohnung, einer bedarfsgerechten Gesundheitsversorgung und gesellschaftlicher Teilhabe nicht geschafft. Unerlässlich ist darüber hinaus auch die Kooperation mit Stadt und Landkreis Fulda, die wir seit Jahren als sehr konstruktiv, unkompliziert und wertschätzend erleben. Danken möchte ich auch dem Bistum Fulda, welches die zahlreichen zusätzlichen Angebote und Projekte im Haus Jakobsbrunnen regelmäßig mit Kirchsteuermitteln unterstützt".
Geschäftsführerin Susanne Saradj verwies dankbar auf diese regelmäßigen Angebote für bedürftige Menschen. So sei die Feier am Heiligen Abend ein wertvolles Angebot für Menschen in schwierigen Lebenslagen. Im Frühjahr und Herbst kämen die kostenlosen Frisöre „Barber Angels“ sonntags ins Haus und der Inhaber der Kneshecke, Michael Glas, serviert seit Jahren am Tag des heiligen St. Martin kostenfrei Gänse mit Rotkraut und Klößen. Auch der Caritas HOTRoom sei mittlerweile ein etabliertes Angebot über die Wintermonate zur Versorgung der Menschen mit einer warmen Mahlzeit und der Möglichkeit zur Begegnung. Schlussendlich dankte Saradj auch den zahlreichen Spendern.
Als Gäste begrüßte die Bereichsleiterin Janina Wübbelsmann außerdem Ansgar Erb (Vorstand des Diözesancaritasverbandes), den gesamten ehrenamtlichen Vorstand des regionalen Caritasverbandes mit den Vorsitzenden Raimund Kind, Stadtpfarrer Stefan Buß, Stadtrat Franz-Josef Heimann und die Vertreterinnen des Landeswohlfahrtsverbands Hessen. Ebenfalls vor Ort war Prälat Christof Steinert, Vorsitzender des Caritas-Aufsichtsrates, der am Fastnachtsbrunnen vor der Einrichtung eine Andacht abhielt.
