Lokales FD 18.09.2025

13 Messer und ein Luftgewehr in Fulda sichergestellt - Bilanz

Fulda (as) – 13 Messer, ein Luftgewehr und eine Schreckschusspistole – diese Gegenstände konnte die Polizei in der seit März bestehenden Waffenverbotszone in der Innenstadt sicherstellen. Nach rund einem halben Jahr ziehen die Verantwortlichen im Polizeipräsidium Osthessen eine allgemein positive Bilanz. Neben dem tatsächlichen Effekt der Kontrollen werde auch das subjektive Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung gesteigert.

Symbolfoto: pixabay

Insgesamt 88 Kontrollen seien im Bereich der Waffenverbotszone in Fulda zwischen dem 1. März dieses Jahres und dem 23. August erfasst worden, berichtet Patrick Bug, Leiter der Pressestelle des Polizeipräsidiums Osthessen. Er erläutert: „Insgesamt wurden 791 Personen kontrolliert, woraus 439 Durchsuchungen von Personen und Sachen resultierten.“ Von den Kontrollierten seien 22 Personen vorläufig festgenommen worden, beispielsweise für die Durchführung von erforderlichen Folgemaßnahmen oder aufgrund von vorliegenden Haftbefehlen. Insgesamt hätten die Beamtinnen und Beamten 15 Verstöße gegen die Waffenverbotszone feststellen können. Die Beanstandungsquote liege entsprechend bei 1,88 Prozent.

Bei den konkreten Verstößen seien 13 Messer gesichert worden, erklärt Bug. Hierbei reiche die Bandbreite von einfachen Haushaltsmessern bis hin zu grundsätzlich verbotenen Spring- und Fallmessern sowie Butterflymesser. Hinzu kämen zwei sonstige verbotene Gegenstände: „Wozu eine erlaubnisfreie Federdruckwaffe (sogenanntes Luftgewehr) und eine PTB-Waffe mit Patronen zählen.“ Insgesamt seien drei Straf- und zehn Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet worden, gibt der Leiter der Pressestelle an: „Teilweise wurden parallel dazu weitere strafrechtliche Ermittlungsverfahren gegen Personen wegen anderer eingeleitet.“

Die erhöhte Präsenz der Polizistinnen und Polizisten im Bereich der Waffenverbotszone zeige bereits Wirkung, stellt Bug fest: „Insbesondere bei Bürgergesprächen erhielten die Kolleginnen und Kollegen in der deutlichen Mehrheit ein positives Feedback.“ Er fügt an: „Die vermehrten Kontrollen und die damit erhöhte Polizeipräsenz im innerstädtischen Bereich werden von vielen Bürgerinnen und Bürgern begrüßt und tragen zu einem steigenden subjektiven Sicherheitsgefühl bei.“ Die Präsenz- und Kontrollkräfte hätten jedoch vereinzelt eine gewisse Verunsicherung erkannt, die sich ebenfalls auf die erhöhte sichtbare Präsenz der Polizei zurückführen lasse: „Aus den Gesprächen ging hervor, dass die verunsicherten Bürgerinnen und Bürger zunächst davon ausgegangen sind, dass die Anwesenheit der Polizei andere ‚besorgniserregende‘ Hintergründe hat.“

Das Polizeipräsidium Osthessen erachte die Einrichtung der Waffenverbotszone in Fulda grundsätzlich als sinnvoll, schildert der Leiter der Pressestelle: „Zwar ist eine fundierte Gesamtbewertung erst im Rahmen einer längerfristigen Auswertung möglich, dennoch kam es seit Bestehen der Waffenverbotszone bislang glücklicherweise zu keinen öffentlichkeitswirksamen Gewaltdelikten in diesem Bereich.“ Grundsätzlich werde allein durch die polizeiliche Präsenz sowie durch die Sicherstellung von verbotenen und gefährlichen Gegenständen die Gefahr, mit diesen Straftaten zu begehen, reduziert beziehungsweise gänzlich verhindert. „Die Waffenverbotszone bietet nicht nur nunmehr eine klare Rechtsgrundlage für polizeiliches Handeln in Bezug auf die Kontrollbefugnis, sondern steigert – wie aus den Bürgergesprächen hervorgeht – auch maßgeblich das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung“, so Bug abschließend.