Lokales FD 23.10.2025

Zwei Jungs geben nicht auf: Ehering am Sportplatz wiedergefunden

Wölf (pf) – Ein glitzerndes Happy End: Weil der Sohnemann den Ehering des Papas stibitzt und ihn dann verloren hatte, wurden am Sportplatz im Eiterfelder Ortsteil Wölf die Metalldetektoren rausgeholt. Und tatsächlich: Der Ring ist wieder gefunden worden. Durch ein paar Zufälle, aber ganz zur Freude der Familie Dostal aus Eiterfeld.

Zwei Tage, nachdem der Ring verloren ging, wurde er in Wölf tatsächlich von den Jungs gefunden. Foto: privat

Schon die Vorgeschichte ist eine zum Schmunzeln: Beim Klöße zubereiten zog der Papa den Ehering aus und deponierte ihn auf der Kochinsel. Auf einmal war er weg. Mama Simone Dostal, die drei Jungs zuhause hat, erzählt: „Unser Sohn ist auf alles verrückt, was glänzt und glitzert. Zur Einschulung hatte er sich einen Goldbarren gewünscht und überall mit hingenommen“. Am Sonntagnachmittag ging es dann nach Wölf auf den Sportplatz – die Familie sind SVW-Anhänger und schauten sich das Fußballspiel an. Der Ehering nahm den Weg wohl in der Tasche vom Sohnemann auf sich, kurz vor Ende des Spiels beichtete der Siebenjährige dann: Der Ring ist weg.

Der Kleine wurde gefragt und konnte sogar noch ungefähr skizzieren, wo es passiert sein könnte: Auf dem kleinem Nebenspielfeld des Platzes in der Ringberg-Arena, oder auch in der Nähe einer Kuhweide. Wo genau, wusste aber keiner. „Der Sportplatz ist ja riesengroß“. Noch am Sonntagabend vor Einbruch der Dunkelheit suchte die Familie rund um den Platz mit mehreren Helfern, und waren erstmal erfolglos. Kurios aber: „Wir haben tatsächlich einen anderen Ring gefunden“, staunte Dostal.

Montags gingen die Eltern mit den Jungs nochmal los und suchten mit einem preiswerten „Spielzeugdetektor“. Doch auch hier kein Erfolg, dazu begann es zu regnen. Auf Hinweis ihrer Schwester wurde dann am Dienstag weitergesucht – nun mit einem hochwertigen Metalldetektor. Patenkind Ben Potthoff und Kumpel Gabriel Hahn aus Großentaft machten sich nachmittags auf die Suche und waren fast schon dabei, aufzugeben. Ein letzter Versuch zwischen zwei Bäumen – und dann piepte es. „Die Erleichterung war natürlich groß“, sagte Dostal. Ihr Mann äußerte die frohe Kunde mit einer schönen Nachricht in einer Wölfer WhatsApp-Gruppe, und wolle seinen Ring nun nie wieder ausziehen. Sogar den versprochenen Finderlohn von 100 Euro gab es für die Jungs. Und der Sohnemann, der nicht nur Glänzendes, sondern auch Lego mag, baute kurzerhand eine Schachtel, um den Ring an Papa zurückzugeben. Ende gut, alles gut.