Die Idee zum Platzhirsch hatten Geisendörfer und Florian Burg gemeinsam mit dem verstorbenen Christopher Burg ausgearbeitet, für den Betrieb war Hoteldirektor Schütrumpf mit ins Boot geholt worden, berichten die Verantwortlichen. Durch die enge Zusammenarbeit sei aus den Räumlichkeiten des ehemaligen Telekom-Gebäudes ein erstklassiges Hotel mit mittlerweile 105 Zimmern und fünf Tagungsräumen entstanden. „Unser Steckenpferd sind die Tagungen“, macht Schütrumpf deutlich. Neben dem Platzhirsch werden hierfür auch Räumlichkeiten im ITZ mit bewirtschaftet. Stolz ist er ebenfalls auf die beliebte Bar im Erdgeschoss, die regelmäßig Hotelgäste und Fuldaer Anwohner gleichermaßen anzieht, sowie den Restaurant-Betrieb. Die Umsetzung sei nicht einfach gewesen, merkt Geisendörfer an: „Planung und Bau haben drei Jahre gedauert.“ Florian Burg bedankt sich für die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Stadt Fulda, gerade mit Blick auf den Denkmalschutz.
Besonders in Erinnerung geblieben ist den Gesellschaftern die intensive Zeit kurz vor der Eröffnung des Hotels. Florian Burg blickt zurück: „Am Abend vor der Eröffnung hatten wir noch keine Matratzen.“ Während am Abend parallel für die Handwerker und Unterstützer des Projekts eine Feier lief, hatten Geisendörfer und Burg deshalb nervös auf die ersehnte Lieferung gewartet. Als diese kam, hätten die Gäste direkt geholfen, erzählt Burg gerührt: „Alle haben mit angepackt. Wir waren echt dankbar.“ So konnte dank einer Menschenkette die Arbeit schnell erledigt werden und die Feier weitergehen: „Es war ein schöner Moment.“ Viel Lob haben die Gesellschafter und Schütrumpf ebenfalls für das motivierte Team übrig, von denen einige bereits von Anfang an mit dabei sind.
Der Name Platzhirsch geht im Übrigen auf Christopher Burg zurück, gibt Florian Burg an. Die Verantwortlichen hätten lange nach einem passenden Titel für ihr Hotel gesucht, seien aber zu keinem Ergebnis gekommen – bis Christopher Burg irgendwann zufällig eine Tasse mit der Aufschrift „Platzhirsch“ in der Hand hielt und den Namen vorschlug. Anfangs hätten einige den Namen belächelt, erklärt Florian Burg. Mittlerweile sei das Hotel aber aus der Fuldaer Innenstadt nicht mehr wegzudenken: „Wir sind weiterhin der Platzhirsch.“
Neben dem Platzhirsch arbeiten die Gesellschafter und Schütrumpf auch beim Hotel Rhönkitz in Bad Kissingen zusammen, welches vor rund drei Jahren eröffnet wurde. Das Hotel verfügt über 32 Zimmer und ist ideal für einen Ausflug in der Badestadt gelegen. Ein weiteres Projekt, dass sich aktuell noch im Umbau befindet, ist das Waldschlösschen. Hier sind neben einer Gaststätte und einem Biergarten, in dem es Augustiner Bier als Spezialausschank geben wird, auch ein Boutique-Hotel geplant. Im kommenden Jahr solle auch dort der Betrieb losgehen, so Geisendörfer. Für die Zukunft wünscht sich Schütrumpf, die bisherige hohe Qualität im Hotel überall zu erhalten: „Wir sind guter Dinge.“ Florian Burg dankt dem Hoteldirektor für seine Leistungen, in den vergangenen zehn Jahren gleich zwei Hotels aus dem Stand auf einen wirtschaftlich soliden Stand gebracht zu haben. Die Verantwortlichen blicken alle mit einem positiven Blick nach vorne. Am Donnerstag wird gemeinsam mit den Lieferanten und einigen langjährigen Kunden gemeinsam das Jubiläum gefeiert.
