Rund zwei Monate sind die Wasserfreunde intensiv im Training und waren auch im Sommer nicht untätig, wie Trainer David Horvath angibt: „Da konnten einige Urlaub machen und wir haben es etwas runtergefahren. Aber jetzt sind wir schon sehr weit“. Die lange Vorbereitungsphase ist auch notwendig, vor allem, um einige junge Spieler im Team zu integrieren: „Irgendwann müssen und wollen wir sie ja einbauen“, so der Coach. Denn es gab einige Veränderungen in der Mannschaft: Mit Torhüter Konstantin Wolgin ist ein Stammspieler nach Neustadt in die Bundesliga gewechselt, außerdem zog es ein Trio nach München. Paul Purkl, Paul Wiegand und Moritz Schüler werden nicht mehr für die Fuldaer auflaufen, unter anderem studienbedingt.
Auch deshalb sagt der Coach: „Es wird ein Lernjahr für uns. Die Mannschaft ist deutlich verjüngt, obwohl einige alte Hasen auch dabei sind“. So wird Horvath selbst hin und wieder aushelfen, weiterhin mit von der Partie ist natürlich auch Nachwuchstrainer Tarek Bary, der die Talente von morgen bei den Wasserfreunden (erfolgreich) coacht. Außerdem hat der Verein Spieler wie Jozsef Katona in der Hinterhand sowie Balazs Borbely und Sebastian Arany reaktiviert: Beide hatten schon länger aufgehört, Arany soll im Tor nun Wolgin ersetzen.
Eine Überlegung des Vereins war, freiwillig eine Klasse nach unten zu gehen. Früher wäre das die Oberliga gewesen, künftig die neue dritte Liga. Doch die Wasserfreunde wollen ihrer Historie treu bleiben und weiterhin national höherklassig spielen. Und trauen es sich zu, betont der Trainer. Ende November soll de zweite Liga Süd starten, die im Vorjahr nur sieben Teams umfasste und auch diesmal dünn besetzt sein wird. Das könnte zumindest dazu führen, dass sportlich niemand absteigt.
Vorher geht es in den deutschen Pokal: Am Samstag treten die Fuldaer um 15 Uhr bei der SG Solingen/Wuppertal in Wuppertal an. „Das wird schon mal eine schöne Aufgabe für uns, mit drei Stunden Fahrt hin und dann nochmal zurück. Ich kenne die Mannschaft nicht, aber denke, sie sind ein starker Gegner“, so Horvath: über den Kontrahenten aus der zweiten Liga West: „Wir wollen erstmal unser Bestes geben und ein gutes Spiel abliefern. Das ist das Wichtigste für mich“. Ausgelost ist bereits Runde zwei: Im Falle eines Sieges in Wuppertal würden die Fuldaer gegen Bundesligist Esslingen ran dürfen.
