Lokales 07.10.2025

Von Flügeln, Federn und Niströhren: Junior-Ranger schützen Eulen

Hilders (pm/pf) – Mit neugierigen Blicken, eifrigen Händen und viel Entdeckergeist starteten die Junior-Ranger des Naturparks und Biosphärenreservats Bayerische Rhön am Ende September in ihre zweite Saison. 16 Kinder zwischen acht und zwölf Jahren trafen sich gemeinsam mit den Naturpark-Rangerinnen Amelie Nöth und Martina Faber am Jugendtreff in Bad Bocklet – und widmeten sich einem faszinierenden Thema: den Eulen und ihrem Schutz.

Ein paar Ästchen entfernen und dann ist der neue Steinkauz-Brutplatz perfekt. Fotos: Naturpark Bayerische Rhön

Geschmeidig fühlen sich die Uhu-Federn an.

Vorbereitung der Steinkauz-Niströhren mit dem Akkuschrauber.

Befüllen der Steinkauzröhren mit Hobelspänen als Nistmaterial.

Ein Jahr voller Naturentdeckungen

Die Junior-Ranger-Gruppe gibt es nun seit einem Jahr. Monatlich treffen sich naturbegeisterte Kinder, um gemeinsam Hecken zu pflanzen, Nistkästen zu bauen, Tiere und Pflanzen kennenzulernen oder bei der Pflege von Lebensräumen mitzuhelfen. Beim ersten Treffen im neuen Schuljahr drehte sich alles um die geheimnisvollen Nachtjäger.

„Was ist das Besondere an Eulen?“, fragte Rangerin Faber – und schon sprudelten die Antworten. Mitgebrachte Federn, Schädel und Präparate weckten Neugier und Staunen, besonders der imposante Schädel eines Uhus sorgte für ehrfürchtige Blicke. In einem spannenden Eulenquiz konnten die Kinder anschließend ihr Wissen unter Beweis stellen.

 

Niströhren für den Steinkauz

Dann wurde es praktisch: Zwei Niströhren für den seltenen Steinkauz standen auf dem Programm. Mit Akkuschrauber und Hobelspänen machten sich die Junior-Ranger ans Werk. „Cool, dass wir hier auch mit so gutem Werkzeug arbeiten dürfen!“, freute sich Tobias, während seine Teamkameraden die Niströhren befüllten.

Der Steinkauz, kaum größer als eine Singdrossel, ist eine der kleinsten heimischen Eulenarten. Er liebt Streuobstwiesen und Viehweiden, findet dort aber immer seltener geeignete Bruthöhlen. Mit den neuen Niströhren helfen die Kinder, diesem bedrohten Vogel ein Zuhause zu geben.

Auf Wohnungssuche für kleine Eulen

„Jetzt suchen wir die besten Bäume für unsere Röhren!“, rief Amelie Nöth, und schon machte sich die Gruppe mit Leiter und Werkzeug auf den Weg. Ob der Steinkauz die neuen Quartiere annehmen wird? Das werden die Junior-Ranger in den kommenden Monaten herausfinden – wenn sie bei ihrem nächsten Treffen nachschauen, ob die kleinen Eulen schon eingezogen sind.

 

Das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön per App erkunden

Mit der offiziellen App „Biosphärenreservat Rhön“ lässt sich das länderübergreifende UNESCO-Biosphärenreservat bequem und digital entdecken. Eine 3D-Karte bietet Touren- und Ausflugstipps, ein Routing-Tool zeichnet Wander- und Radwege auf. Die App liefert wertvolle Infos zur Rhöner Natur, Verhaltenstipps sowie ein „Virtuelles Panorama“ für einen Rundumblick – auch im Offline-Modus verfügbar. Die kostenlose und werbefreie App ist für iPhones und Android-Geräte in den App-Stores erhältlich.