Spitzenspiel steht drauf, und es ist alles angerichtet dafür: Die Gastgeber stellen die beste Defensive, die Sprudelkicker die beste Offensive der Verbandsliga Nord ach zwölf Spieltagen. Kassel ist noch ungeschlagen, Soden gewann hingegen öfters. Der KSV gewann seine Generalprobe in Flieden, Bad Soden überzeugte beim 4:0 gegen Klei/Hun/Doh: „Das gibt mit Hoffnung, dass wir auch dort bestehen können“, sagt Trainer Lars Schmidt, der recherchiert hat: Soden stand zum selben Zeitpunkt der Vorsaison bei 26 Punkten und nun bei 31, Kassel stand bei 29 und jetzt bei 30.
Allerdings: In der vergangenen Saison war Kassel der einzige Kontrahent, der die Sodener zweimal schlagen konnte (3:1 im Hinspiel und 3:2 und 0:2-Rückstand im zweiten Duell). Diese Bilanz gilt es aufzubessern für die Sprudelkicker, die im Erfolgsfall den Vorsprung an der Tabellenspitze auf vier Punkte ausbauen könnten. „Aber wir wissen natürlich, wie schwer das wird“, merkt Schmidt direkt an: Denn es warten 90 Minuten gegen eines der gefährlichsten Teams der Liga, schließlich sind die Löwen jung, hungrig und spielstark, und haben mit Altmeister Sebastian Schmeer und Silas Hagemann zwei Knipser vorne, die zusammen schon auf 21 Saisontore kommen und den Sprudelkickern auch in der Vorsaison schon „Kopfzerbrechen“ bereiteten. Sodens bestes Duo, Lukas Ehlert und David Costa Sabate, kommt auf 14 – dafür aber sind die Gäste weniger ausrechenbar. Der Respekt ist dennoch groß: „Je näher die Distanz zum Tor wird, umso mehr wird Schmeer brandgefährlich. Die beiden wirst du nicht ganz rausnehmen können, aber wir müssen es bestmöglich versuchen“. Personell hat Schmidt einen starken Kader an Bord: Nur Kymlicka und Duschner fehlen noch, ansonsten sind alle im Training. Auch der zuletzt kranke Hamed Noori und der urlaubsbedingt abwesende Nico Damm sollen dabei sein. Das wird auch nötig, denn Schmidt weiß: „Die Intensität wird ein Faktor sein, und wie lange man sie aufrechterhalten kann. Entsprechend können auch die Einwechslungen entscheidend werden“.
Kassels Trainer Danny Overkamp, der gerade 28 Jahre jung geworden ist, sagte bereits im Vorfeld der Partie: „Wer Bad Soden kennt, weiß natürlich, dass das eine spielerisch sehr gute Mannschaft ist, und sie sind deutlich erfahrener als wir. Entsprechend bin ich gespannt, aber wir haben uns dieses Spiel jetzt auch verdient, haben noch kein Spiel verloren – und man darf nicht vergessen, dass wir im Sommer 14 Abgänge und zwölf Zugänge hatten“. Die Junglöwen freuen sich auf die Partie, wissen aber, „dass Soden der Favorit ist. Dennoch sind wir selbstbewusst“. Der Kunstrasen neben dem Auestadion ist jedenfalls bereit. Achtung: Der Anstoß ist für 15.30 Uhr geplant – und nicht wie ursprünglich terminiert 15 Uhr – da die Regionalliga-Löwinnen vorher spielen.
