Viel mehr Abstiegskampf geht kaum, wenn Johannesberg und Eiterfeld am Sonntag im Derby aufeinandertreffen: Die SGJ ist unter Trainer Meik Voll weiter sieglos, die Gäste warten ihrerseits seit sieben Spielen auf einen Dreier. Speziell für die Johannesberger erübrigt sich allerdings der Blick auf die Tabelle, wie Meik Voll verdeutlicht: „Wir haben nichts mehr zu verlieren und gehen es von Spiel zu Spiel an, langfristig in die Zukunft zu schauen hat in unserer Situation keinen Sinn. Aber es steht und fällt bei uns eben alles mit dem Personal“, betont der Coach einmal mehr. Dahingehend sei immerhin Besserung in Sicht, Jona Katusic kehrt für das Derby zurück und auch Roman Sammet befindet sich auf dem Weg der Besserung. „Es ist sicherlich nicht die ganze Bandbreite, aber zumindest lichtet sich das Lazarett etwas“, erklärt Voll. Die Leistungen in den letzten beiden Spielen gegen Kassel II und Klei/Hun/Doh hätten Mut gemacht – zumindest teilweise: „Wenn wir die ersten 60 Minuten aus dem Spiel gegen Kleinalmerode nehmen und die zweite Halbzeit gegen Kassel, dann lässt sich darauf aufbauen“, so Voll, der hofft, dass sich sein Team endlich für den Einsatz belohnt: „Wir trainieren gut. Vielleicht haben wir uns von den ersten drei Ergebnissen gegen die Teams aus den oberen Regionen etwas blenden lassen“, blickt der SGJ-Trainer zurück und erinnert an die knappen Niederlagen gegen Steinbach und Lichtenau zu Saisonbeginn: „Fakt ist aber, dass wir in den Duellen gegen die direkten Konkurrenten gnadenlos versagt haben. Deswegen tun wir gut daran, demütig zu bleiben. Am wichtigsten ist, dass das Team zusammenhält.“
Nur unwesentlich besser steht es aktuell um den FC Eichenzell: Auch unter Interimstrainer Heiko Rützel wartet die Britannia weiter auf den ersten Sieg, beim FSV Wolfhagen sah der Übungsleiter trotz 0:3-Niederlage immerhin vielversprechende Ansätze, „auch weil wir da einige Dinge verändert haben“, betont Rützel. In der aktuellen Situation hilft das den Eichenzellern dennoch nur bedingt weiter, ohne Erfolgserlebnis droht der Abstand zum rettenden Ufer immer größer zu werden. Mit fünf Zählern belegt die Rützel-Elf den vorletzten Tabellenplatz, Gegner Calden/Meimbressen rangiert auf Platz elf – hat allerdings schon neun Punkte Vorsprung. Umso wichtiger ist das direkte Duell am Sonntag, das weiß auch der Eichzenzeller Trainer: „Wir haben gut trainiert und auch viele Gespräche geführt in den letzten Tagen. Ich hoffe, dass es ‚Klick‘ gemacht hat bei der Mannschaft. Wir wollen uns belohnen und den Anschluss herstellen.“ Leicht wird das gegen die Nordhessen nicht, das ist auch Heiko Rützel bewusst: „Das ist ein guter Aufsteiger, sie haben schon ein paar Siege eingefahren und hatten Ergebnisse dabei, die aufhorchen ließen.“ In den kommenden Tagen werde er sich noch intensiver mit dem Gegner auseinandersetzen, den Fokus richtet der Interimstrainer aber ohnehin auf die eigene Mannschaft – und nach einer grassierenden Grippewelle bessert sich dahingehend immerhin die personelle Situation: Matthis Sang, Moritz Reith und Marc Röhrig kehren in den Kader zurück. Nach dem Wolfhagen-Spiel lagen dann Torhüter Christoph Grösch und Enes Dugan flach, beide fehlten so Anfang der Woche, laut Rützel bestehe dennoch die Hoffnung, dass beide bis zum Wochenende wieder fit werden.
Verbandsliga
Sonntag
15 Uhr
Johannesberg – Eiterfeld/Leimbach
TSV Wabern – Dörnberg
Hofbieber – Wolfhagen
Eichenzell – Calden/Meimbressen
