„Er hat uns das direkt nach dem Spiel angeboten. Aber Vorstand und auch die Spieler haben gesagt, dass wir ohne Wenn und Aber mit Meik Voll weitermachen“, betonte Jochen Koppel, sportlicher Leiter der SGJ, nach der Derbyniederlage und dem neuerlichen Rückschlag. Unter der Woche hatte bereits Volls langjähriger Co-Trainer Hugo Lingelbach sein Amt niedergelegt.
Gegen Eiterfeld klagte Koppel über ein wiederkehrendes Muster: „Wir waren in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft. Nach der Pause verlieren wir das Spiel dann in den obligatorischen 20 Minuten, wie schon so oft. Das war ein Spiel, was wir in keinem Fall verlieren müssen.“ Dennoch standen die Johannesberger am Ende erneut mit leeren Händen da, weil sich die Gastgeber von einem Eiterfelder Doppelschlag nicht mehr erholen konnten. SGEL-Kapitän Steven Rakk schaltete im Mittelfeld am schnellsten und zog Richtung Tor, der Abschluss aus knapp 20 Metern schlug unhaltbar für SGJ-Keeper Andre Ditzel im linken unteren Eck ein – und weil Joshua Winter nur wenig später nach einem Eckball in der Mitte fiel zu frei stand, musste sich das Team von Meik Voll am Ende erneut geschlagen geben. Zwar kamen die Gastgeber nach einem Eigentor von Simon Schilling nochmal ran, in einer hektischen Schlussphase inklusive Platzverweis gegen Levi Köller (84., Eiterfeld) brachten die Eiterfelder das Spiel aber über die Zeit. „Es ist einfach enttäuschend“, haderte Koppel und fügte außerdem vielsagend an: „Über die Schiedsrichterleistung heute sage ich nichts.“
Dabei begann das Derby aus Johannesberger Sicht vielversprechend: Nach der guten Leistung gegen Kassel vor Wochenfrist startete die SGJ auch gegen Eiterfeld stark und belohnte sich früh mit dem 1:0 durch Torjäger Sardi Bardhushi (9.). Im Anschluss vergab der Tabellenletzte allerdings mehrfach aus aussichtsreicher Position und verpasste das 2:0 – und wie so oft im Fußball klingelte es dann auf der anderen Seite, als Kevin Kurz nach einem Eckball den Ausgleich markierte. Mit dem 1:1 Ging es anschließend in die Kabinen – und im zweiten Durchgang nahm das Unheil aus Johannesberger Sicht seinen Lauf.
Johannesberg: Ditzel; Kamdem, Menezes Nunes, Schneider, Bislimi, Bardhushi, Wolf, Sammet, Hossini, Udovicic, Sharif (Katusic)
Eiterfeld/L.: von Butler, Preis, Kurz, Behr, Rakk, Winter, Schilling, Hildebrand, Mertens, Wolf, Köller (Salzer, Winter, Köller, Stumpf, Petrich)
Schiedsrichter: Lennart Probst (Kinzenbach)
Tore: 1:0 Sardi Bardhushi (9.), 1:1 Kevin Kurz (36.), 1:2 Steven Rakk (53.), 1:3 Joshua Winter (58.) 2:3 Simon Schilling (76., Eigentor)
Zuschauer: 150.
Gelb-Rote-Karte: Levi Köller (84., Eiterfeld/L), Meik Voll (nach Spielende, Johannesberg)
