Der Druck beim FC Eichenzell wächst: Nach zehn Spielen warten die Eichenzeller weiterhin auf den ersten Sieg in der Fußball-Verbandsliga. Nun steht eine besonders schwere Aufgabe an – die Reise zum Tabellendritten FSV Wolfhagen. Interimstrainer Heiko Rützel äußert sich vor der Partie kämpferisch: „Nach dem letzten Spiel waren wir am Tiefpunkt vom Stimmungsbild her. Wir werden aber weitermachen. Wir haben in der Trainingswoche ordentlich trainiert, ein aufarbeitendes Gespräch geführt und versucht, uns optimal auf das Spiel in Wolfhagen vorzubereiten.“ Dabei will die Britannia befreit aufspielen – auch wenn der Respekt vor dem Gegner groß ist: „Wir fahren da ohne Druck hin, dennoch wollen wir nichts abschenken. Der Druck, der auf Dauer dennoch entsteht, ist der Druck, den wir uns selbst machen, da wir so viele negative Ergebnisse nicht gewohnt sind.“
Ein besonderes Augenmerk richtet Rützel auf die Defensive: „Wolfhagen hat viel Qualität, erst recht viel individuelle Qualität. Das wird ein sehr schwerer Gegner. Wir müssen defensiv gut stehen und haben dann ein paar Waffen in der Mannschaft, die vielleicht etwas kreieren können.“ Personell sieht die Lage vor dem Auswärtsspiel besser aus. Abgesehen von den Langzeitverletzten steht der Kader weitgehend zur Verfügung. Nach dem jüngsten 0:2 gegen Aufsteiger SC Willingen ist die Mannschaft nun gefordert, endlich eine Wende einzuleiten.
Wende auf der Wiesn?
Die will auch die SG Eiterfeld/Leimbach: Zwar konnte die Herzberg-Elf von zehn Partien immerhin drei gewinnen, allerdings drückt der Schuh aktuell vor allem in der Offensive. Sechs Spiele in Folge blieb die Spielgemeinschaft sieglos, in dieser Zeit gelang auch kein einziger eigener Treffer. Der letzte Torerfolg datiert vom 20. August – der 1:0-Heimsieg gegen den SV Steinbach war gleichzeitig der letzte Dreier, den die Eiterfelder einfahren konnten. Gegen die U23 der SG Barockstadt will Herzberg den Bock nun umstoßen, wenngleich die Trauben hoch hängen: „Bei einem solchen Gegner weiß man vorher ja nie, mit wem man es dann wirklich zu tun bekommt“, verweist der Coach auf mögliche Regionalliga-Verstärkungen im Kader der SGB. „Trotzdem gehen wir das Spiel mutig an. Wir haben Oktoberfest, da wäre es umso schöner, ein Erfolgserlebnis feiern zu können.“ Für das Derby lichtet sich außerdem das Eiterfelder Lazarett etwas, „bis auf Luca Pfalzgraf und Phil Kramer sind eigentlich alle Spieler einsatzbereit“, so Herzberg: „Allerdings kann ich mir auch keine Spieler backen. Wenn da ein oder zwei Leistungsträger ausfallen, kriegen wir schon richtige Probleme.“
Beim Gegner ist die Lage derweil etwas positiver als am Hain, auch wenn die SGB-Reserve ebenfalls seit vier Spielen sieglos ist – die vergangenen drei Partien gingen allesamt verloren. Niklas Herget aus dem Trainerteam der Fuldaer sah bei der 1:3-Heimniederlage gegen Topteam Hessen Kassel II allerdings viele gute Ansätze. „Das war gegen Kassel leistungstechnisch schon ein Schritt in die richtige Richtung. Daran wollen wir anknüpfen“, fordert Herget und betont auch die Verbindung der beiden Vereine: Florian „Bulle“ Roth war bis Juni 2023 Trainer der SGB-U23, anschließend ein Jahr Coach am Hain ist nun als sportlicher Leiter in verantwortlicher Position bei der SGEL. „Wir freuen uns sehr auf das Duell. Natürlich weiß Florian viel über uns, wir aber auch über Eiterfeld. Wir sind heiß auf das Spiel und wollen dort punkten“, gibt sich Herget kämpferisch.
Verbandsliga
Freitag
11 Uhr
Eiterfeld/Leimbach – Barockstadt Fulda-Lehnerz II (in Eiterfeld)
15 Uhr
Wolfhagen – Eichenzell
