Lokales FD 20.10.2025

Spurensuche im Weltdokumentenerbe – Vortrag am Mittwoch

Fulda (pm/as) – „Was wurde aus meinem Opa?“, „Gibt es Spuren von meinen Verwandten?“ Über 20.000 Fragen dieser Art treffen Jahr für Jahr in Bad Arolsen ein. 80 Jahre nach Ende des Krieges suchen dort noch immer weltweit Menschen nach ihren Angehörigen, die in den KZ der Nazi-Diktatur ihr Leben verloren. In den „Arolsen Archives“ finden sich die Spuren von über 17 Millionen Menschen. Franziska Schubert arbeitet in den „Arolsen Archives“ und gibt am Mittwoch, den 22. Oktober, ab 19 Uhr im Vonderau Museum Auskunft über diese besondere Aufgabe.

Franziska Schubert M.A. Foto: arolsen archives

Die Arolsen Archives sind das internationale Zentrum über NS-Verfolgung mit dem weltweit umfassendsten Archiv zu den Opfern und Überlebenden des Nationalsozialismus. Sie bieten einfachen Zugang zu breitem Wissen über NS-Verfolgung, NS-Zwangsarbeit, den Holocaust sowie die Folgen von Diskriminierung, Nationalismus und Rassismus. Die Sammlung gehört zum UNESCO-Weltdokumentenerbe.

Die aktuelle Ausstellung „Archive – Gedächtnis der Menschheit“ im Vonderau Museum (noch bis zum 2.November) zeigt die ortsansässigen Archive, ihre unterschiedlichen Sammlungsthemen und stellt einzelne Exponate aus den jeweiligen Häusern vor. Bislang einmalig in der Domstadt, findet sich so eine Übersicht über das Sammeln, Dokumentieren und Bewahren von Geschichte und Geschichten. Der Förderverein des Vonderau Museums organisierte dazu Vorträge und lud mit Franziska Schubert die Vertreterin eines internationalen Archivs ein, das zwar nicht unmittelbar vor Ort ansässig ist, aber aufgrund seiner Einzigartigkeit auf der Welt besondere Aufmerksamkeit im Zusammenhang mit dem Thema verdient, so der Vorstand der „Freunde des Museums Fulda e.V.“. Der Eintritt (ab 18.30 Uhr) ist frei.