Lokales FD 22.10.2025

Spatenstich für Junges Wohnen am Waidesgrund – „Historischer Tag“

Fulda – Von Jasha Günther – Wohnraum für 173 junge Menschen, die am Klinikum Fulda eine Ausbildung machen oder dort den praktischen Teil ihres Studiums absolvieren, entsteht am Waidesgrund. Am Dienstag wurde der offizielle Spatenstich für das Projekt des Klinikums in der künftigen Dr.-Walter-Lübcke-Straße vollzogen. Dr. Thomas Menzel, Vorstandssprecher des Klinikums Fulda, und Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld sprachen von einem historischen Tag.

Foto: Jasha Günther.

„Es ist ein Projekt, das dem Klinikum Fulda am Herzen liegt und bedeutend ist“, sagte Menzel. Der Fachkräftemangel stehe ganz vorne bei den aktuellen und zukünftigen Herausforderungen, das spüre auch das Klinikum. Damit Menschen zum Arbeiten nach Fulda kommen, brauche es verschiedene Faktoren: Eine freundliche Stadt mit netten Menschen sei gegeben, aber bezahlbarer Wohnraum sei eben auch wichtig. Deshalb schloss Menzel: „Es ist ein durchaus historischer Tag.“ Oberbürgermeister Wingenfeld griff das gleich auf: „Ein historischer Tag, das ist keineswegs übertrieben.“ Das Klinikum habe mit Mitarbeiterwohnungen im sogenannten Schwesternwohnheim und auf dem eigenen Gelände schon in den 70er Jahren Weitblick bewiesen und das setze sich bis heute fort, sagte Wingenfeld und erinnerte daran, dass vor exakt drei Jahren – am 21. Oktober 2022 – der Spatenstich für das Wohnprojekt an der Ecke Pacelliallee / Dr.-Dietz-Straße vollzogen worden sei. Er dankte dem Land, dass es mittlerweile auch die Schaffung von Wohnraum für Auszubildende fördert und nicht nur für Studierende, denn ein Klinikum könne nur funktionieren, wenn Menschen mit ganz unterschiedlichen Ausbildungen und Studienabschlüssen gemeinsam wirken. Er zeigte sich optimistisch, dass die jungen Menschen ab Ende 2027 dort attraktiven und mit einer Miete von 11,10 Euro pro Quadratmeter für einen Neubau absolut günstigen Wohnraum finden können. „Hier wird etwas sehr sinnstiftendes geschaffen“, schloss Wingenfeld: „Eine echte Zukunftsinvestition.“

Grußworte sprachen auch Parlamentarischer Staatssekretär Michael Brand und Landtagsabgeordneter Sebastian Müller. „Es ist ein idealer Platz für diese Anlage“, sagte Brand. Es sei ein freudiger Tag für die Stadt Fulda, den Gesundheitsstandort und den Ausbildungsstandort. Die Veröffentlichungen der vergangenen Woche hätten gezeigt, dass der Turbo eingeschaltet werden müsse für mehr Bildung und mehr Zukunftsinvestitionen, so Brand. Müller sagte, dass es ein typisches Fuldaer Projekt sei, bei dem die kurzen Wege genutzt und Hand in Hand gearbeitet werde. „Hier profitieren nicht nur die 173 Menschen, die hier wohnen werden, hier profitiert eine ganze Region“, sagte Müller mit Blick auf die Wichtigkeit der medizinischen Versorgung. Architekt Stephan Storch vom Büro Reith Wehner Storch zeigte die vielen Vorzüge der Lage des Geländes auf und ging näher auf den Bau ein. Das zu bebauende Grundstück erstreckt sich auf fast die komplette Länge der neuen Straße. Das rund 150 Meter lange Ensemble besteht aus drei Gebäuden in denen überwiegend Ein-Zimmer-Appartements, aber auch ein paar Wohngemeinschaften für zwei bis vier Personen entstehen. Ergänzt wird das durch Gemeinschaftsflächen und eine Tiefgarage. Die Baugrube soll noch in diesem Jahr ausgehoben werden. „Das sind 12.000 Kubikmeter Erde“, zeigte Storch auf. Bauteile wie die Holzfassaden werden vorgefertigt geliefert, gleiches gelte für die Bäder, die komplett als Raumzellen eingebracht werden sollen. Zum offiziellen Spatenstich waren unter anderem Vertreter des Klinikums, der städtischen Gremien, der Stadt und auch Anwohner gekommen.

 

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Spatenstich für Junges Wohnen am Waidesgrund. Fotos: Jasha Günther.