Lokales FD 03.10.2025

„Schwarzbuch“-Fall aus Fulda – Stadt verteidigt Parkhaus Rosenau

Fulda (as) – Nicht zum ersten Mal übt der Bund der Steuerzahler Kritik an den Ausgaben der Stadt Fulda. Erst diese Woche wurde das Parkhaus am Freibad Rosenau im diesjährigen „Schwarzbuch“ erwähnt. Zu einer diesbezüglichen Anfrage der Grünen wies Bürgermeister Dag Wehner die Vorwürfe während der Stadtverordnetenversammlung im Fuldaer Stadtschloss entschieden zurück.

Fotos: Andreas Schellenberg

Das neue Parkhaus war zur Landesgartenschau 2023 eingeweiht worden und hatte über 4,9 Million Euro gekostet. Wie Wehner deutlich machte, sei die Finanzierung für das Parkhaus eigenwirtschaftlich erfolgt. Folglich könnten keine Mittel aus dem städtischen Haushalt und damit keine Steuergelder „verschwendet“ worden sein, wie es der Bund der Steuerzahler kritisiert hat: „Die Kritik entbehrt demzufolge einer sachlichen Grundlage.“ Der Bürgermeister führte zudem auf, dass verschiedene Krisen wie Corona oder der Angriffskrieg in der Ukraine zu Verzögerungen und wachsenden Materialkosten geführt hätten. Der Bedarf für ein Parkhaus in unmittelbarer Nähe zum Freibad sei gerade in der Schwimmbad-Saison mehr als gegeben. In den Vorjahren waren Besucherinnen und Besucher auf andere Flächen von Anwohnerinnen und Anwohnern ausgewichen, sehr zum Unmut Letzterer. Wehner gab an: „Im Jahr der Landesgartenschau 2023 waren es nach der Eröffnung des Parkhauses im April 27.495 Parkvorgänge durch Kurzparker und 383 durch Dauerparker. Im Folgejahr konnten 29.227 Parkvorgänge durch Kurzparker und 6933 durch Dauerparker registriert werden. In diesem Jahr waren es von Januar bis September bereits 29.218 Parkvorgänge durch Kurzparker und 11.787 durch Dauerparker.“ Der Bund der Steuerzahler habe sich in ihrer Kritik hingegen lediglich auf die Zahlen auf 2023 und 2024 bezogen, was die Statistik verkürze.