Fußball 08.10.2025

Regionalliga – Ergebnis passt, doch Cimen legt Finger in die Wunde

Fulda (pf) – Das Ergebnis war das Wichtigste, doch die Art und Weise sorgte für etwas Kopfzerbrechen: Mit dem 4:1 in Alzenau durfte die SG Barockstadt in der Fußball-Regionalliga Südwest zumindest etwas aufatmen und steht dank anderer Ergebnisse in der englischen Woche vor Kontrahenten wie Kassel, Offenbach oder dem nächsten Gegner Sandhausen.

Keanu Kraft und die SG Barockstadt wollen in den kommenden Wochen wieder die Balance finden. Foto: Justin Klenner

Trainer Daniyel Cimen durfte sich über den Befreiungsschlag freuen und machte das positive Ergebnis schon nach Abpfiff in Bayern daran fest, dass die SGB das effektivere Team war und die Tore zu den richtigen Zeitpunkten machte. „Das war erstmal sehr positiv“, so der Coach: „Aber es täuscht dennoch etwas über die Art und Weise hinweg“, geht er in die Analyse.

Denn Gegner Alzenau schien jederzeit in der Lage, ein Tor zu schießen und gefährlich zu werden. Die ersten Nadelstiche setzte der FCB schon früh und ging auch in Führung – Justin Duda, der wieder für Zapico in der Startelf stand, konnte dabei nichts machen, hielt aber auch einmal spitze. „Sie hatten bei jedem Spielstand ihre Möglichkeiten, den Ausgleich beziehungsweise den Anschlusstreffer zu erzielen. Das hat mich ein stückweit geärgert, und Alzenau war an diesem Tag nicht effektiv – aber wir treffen jetzt noch auf Gegner, die das gnadenlos bestrafen werden“, so Cimen.

Die SGB will in dieser Woche daher die „Sinne schärfen“, was das konsequente Verteidigen angeht. Zwar haben nur vier Teams in der Regionalliga Südwest nach elf Spieltagen weniger Gegentore als die Barockstadt, doch in den nächsten Wochen soll die Stabilität zurückkehren, die durch die englische Woche vielleicht etwas verlorenging: „Ein bisschen lag es vielleicht auch daran, dass Alzenau und wir die einzigen waren, die Freitag, Dienstag und wieder Freitag gespielt haben“, so Cimen: „Aber wir müssen es dennoch ansprechen“.

Im neuen System fühlen sich derweil einige Spieler sichtlich wohl – nicht nur Moritz Dittmann, der wieder als Torschütze glänzte und neben Moritz Reinhard eine wichtige Rolle einnimmt. Doch es fordert auch Opfer – Neuzugang Pourié bekam zumindest eine halbe Stunde. Gerade vorne muss das Trainerteam aber Woche für Woche aus dem Überangebot filtern: „Wir haben ja den Kader so zusammengestellt, dass wir da flexibel aufgestellt sind“, erklärt Cimen: „Aus den Daten haben wir herausgelesen, dass wir außen oft durchbrechen, aber dann die Boxbesetzung mit einem Stürmer nicht ausreichend war. Das wollten wir verändern und müssen natürlich auch schauen, dass wir aus den unterschiedlichen Stürmertypen die richtigen für jedes Spiel finden“. Aber: Auch die Einwechselspieler fügen sich aktuell gut ein, das 4:1 in Alzenau beispielsweise war eine Co-Produktion von Campman, Pourié und Korzuschek, der mit fünf Treffern weiterhin bester Torschütze der Fuldaer ist.

Die neue Woche beginnt der Coach mit einem kompletten Kader im Training – Hans Nunoo Sarpei hatte sich als einziger angeschlagen gemeldet und könnte mit Oberschenkelproblemen erstmal nur dosiert trainieren.