Es war bereits die vierte Medaille in Folge für Palev bei diesen prestigeträchtigen Meisterschaften, was seine herausragende Konstanz und Form beweist. Palev hatte sich in den letzten Jahren mehrmals mit dem Ziel, drei Weltmeistertitel zu erringen, auf die Meisterschaften vorbereitet. Zwar verpasste der 40-Jährige dieses Mal den großen Coup, aber die Leistung, die er in Ungarn zeigte, war dennoch beeindruckend und verdient die höchste Anerkennung. Damit fügte der Ringer seiner Sammlung eine weitere Medaille hinzu, nachdem er in den letzten beiden Jahren Gold geholt hatte. Die erste Bronzemedaille gab es bereits vor drei Jahren.
Starker Start und überzeugende Kämpfe
Palev legte in diesem Jahr mit einer überzeugenden Leistung los. In der Qualifikation zeigte er seine ganze Stärke und besiegte den amerikanischen Gegner mit einem klaren 9:0-Sieg, der schon früh einen technisch überlegenen Eindruck hinterließ. Auch im Achtelfinale ließ er nichts anbrennen: Mit einem 8:0-Sieg über den türkischen Ringer setzte er erneut ein deutliches Zeichen.
Im Viertelfinale folgte dann ein spannender und hart umkämpfter 4:1-Sieg über einen starken russischen Athleten. Obwohl der Weg ins Halbfinale für Palev nach dieser harten Prüfung nicht leichter wurde, zeigte er keine Schwächen.
Halbfinale: Vermeidbares Scheitern gegen Marokkaner
Im Halbfinale stand Palev einem 35-jährigen Marokkaner gegenüber, der in seiner Karriere schon mehrere afrikanische Meistertitel geholt hatte und bei den letzten drei Olympischen Spielen am Start war. Trotz seiner enormen Erfahrung und Fitness musste Palev feststellen, dass ihm nach den intensiven Kämpfen des Tages etwas die Substanz fehlte. Der Marokkaner konnte die Partie mit einem Punktsieg für sich entscheiden und zog in das Finale ein.
Bronze im letzten Kampf
Doch auch im letzten Kampf des Tages gab sich Palev nicht geschlagen. In einer nervenaufreibenden Begegnung gegen einen tschechischen Ringer sicherte sich der 40-Jährige durch einen hart erkämpften Arbeitssieg die ersehnte Bronze-Medaille. Nach den harten Kämpfen war die Erleichterung groß, und Palev konnte endlich den verdienten Erfolg feiern.
Für die SG Frischauf Fulda ist dieser Erfolg ein weiterer Beweis für die hohe Qualität und den unermüdlichen Einsatz ihrer Athleten. Die Gratulationen an Palev für seine vierte Medaille bei Weltmeisterschaften in Folge kamen aus allen Ecken des Vereins. Trainer Omid Safawi, der selbst kürzlich Gold bei den Weltmeisterschaften gewonnen hatte, war ebenfalls voll des Lobes: „Plamen hat erneut gezeigt, was für ein Kämpfer er ist. Wir sind unglaublich stolz auf ihn."
Blick in die Zukunft
Trotz der Enttäuschung über das verpasste Gold bleibt Plamen Palev zuversichtlich und motiviert. „Eine geht noch", sagte er mit einem Lächeln und kündigte an, dass er im kommenden Jahr erneut um den Titel kämpfen wolle, bevor er seine Ringerschuhe endgültig an den Nagel hängt.
Die SG Frischauf Fulda wird also auch weiterhin auf die beeindruckende Leistung von Palev zählen, der mit seinem unermüdlichen Einsatz und seiner Erfahrung nicht nur bei den Veteranen-Weltmeisterschaften, sondern auch bei den jungen Ringern als Vorbild gilt.
