Die Zuschauer in Großenlüder sahen zwei mehr oder weniger identische Halbzeiten: Die Gäste aus Nordhessen fanden besser rein in die Partie, HSG-Trainer Sebastian Peppler reagierte jeweils mit der Grünen Karte und nahm eine Auszeit – in dessen Folge sich die Hausherren fingen und die Rückstände jeweils in Führungen umbiegen konnten. Allerdings steckte auch Twistetal nicht auf: In der Schlussphase der Partie gingen das Team von Jule Gleumes sogar mit 29:27 in Führung – angeführt von Toptorschütze Henrik Dimmerling (9) und Fabian Kirsch setzte Großenlüder/Hainzell jedoch zur Schlussoffensive an. Innerhalb von sechs Minuten verwandelten die Hausherren den Zwei-Tore-Rückstand in eine 35:31-Führung. „Unsere Abwehr stand dann stabiler und nach den Auszeiten sind wir auch immer wieder in die Spur gekommen“, bilanzierte Christoph Dimmerling aus dem HSG-Vorstand: „Gerade in den letzten zehn Minuten haben wir das gegen ein gutes Team sehr gut gemacht und so unter dem Strich auch verdient gewonnen.“
Gerade in der Anfangsphase deutete darauf noch nicht allzu viel hin, immerhin lag das Peppler-Team bereits nach zehn Minuten mit drei Toren zurück. „Wir haben vor allem zu Beginn einfach zu viele Fehler hinten gemacht. Der Gegner hat das gnadenlos ausgenutzt“, haderte Dimmerling, der angesichts der starken Schlussoffensive jedoch zufrieden mit der Leistung seines Teams sein konnte. „Erfreulich war auch, dass wir heute keinen einzigen Siebenmeter verworfen haben. Zwar hätte die Chancenverwertung noch etwas besser sein können, aber wir haben uns auch ausreichend Gelegenheiten herausgespielt.“
Großenlüder/Hainzell: Masche, Wessling, Weinbörner (1), Bosold (3), Kirsch (7), Münker (1/1), Malolepszy (6/6), Herber, L. Dimmerling (2), Blinzler (4), Deppe (7), H. Dimmerling (9)
