Udo Bullmann, sozialdemokratischer EU-Abgeordneter aus Hessen, sagt dazu: „Die Bewilligung dieser Mittel ist ein Zeichen europäischer Solidarität für die hessischen Beschäftigten, die von der Profitgier ihres Arbeitgebers im Stich gelassen worden sind. Unser Ziel muss es sein, dass die betroffenen Menschen schnell wieder eine Perspektive gewinnen können und in den Arbeitsmarkt integriert werden. Dabei dürfen wir nicht zulassen, dass die Qualifikationen dieser Fachkräfte verloren gehen. Gerade in einer Zeit von Fachkräftemangel und gleichzeitiger Transformation zu einem klimaneutralen Industriestandort brauchen wir ihr Wissen und ihre Erfahrung. Wir müssen Fähigkeiten fördern und weiterentwickeln, um fit für die Anforderungen des Arbeitsmarktes der Zukunft zu sein.“
Herausforderungen und Perspektiven für die Region
Goodyear hatte erst die Halbierung der Belegschaft angekündigt und schließlich den kompletten Kahlschlag im Werk in Fulda beschlossen. Hinzu kommen die Stellenstreichung bei Goodyear in Hanau sowie die Produktionsverlagerung nach Osteuropa. Insgesamt führte das zu einem Verlust von 1171 Arbeitsplätzen. Die (Teil-)Schließung der Goodyear-Werke stellt nicht nur für die betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eine enorme Herausforderung dar, sondern auch für die Region insgesamt. Mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit und einem deutlichen Rückgang der industriellen Arbeitsplätze in Hessen sei die wirtschaftliche und soziale Lage angespannt, heißt es in der Pressemitteilung des EU-Abgeordneten. Doch die EU-Mittel böten eine Möglichkeit, betroffenen Menschen neue Perspektiven zu eröffnen und sie auf die sich wandelnden Anforderungen des Arbeitsmarktes vorzubereiten. Zu den Unterstützungsmaßnahmen zählen Karriereberatung, Umschulungen, Weiterqualifizierungen sowie Unterstützung bei der Existenzgründung und Hilfe bei der Jobsuche.
Drei Millionen Euro für entlassene Goodyear-Mitarbeiter aus EU-Fonds
