Lokales FD 22.10.2025

Mordfall in Fuldaer Spielothek – Staatsanwaltschaft erhebt Anklage

Fulda (pm/jah) – Die Staatsanwaltschaft Fulda hat in dem Ermittlungsverfahren wegen des gewaltsamen Todes einer 23-jährigen Frau am 10. Mai in einer Spielothek in Fulda Anklage wegen Mordverdacht erhoben.

Foto: Fuldamedia

Nach Abschluss der umfangreichen Ermittlungen ist der 27-jährige Angeschuldigte dringend verdächtig, seine ehemalige Lebensgefährtin, die sich Anfang März 2025 vom Angeschuldigten getrennt hat, am 10. Mai 2025 in einer Spielothek heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen getötet zu haben.

Der Angeschuldigte soll am Abend des 10. Mai die Spielothek, in der das Tatopfer als Servicekraft arbeitete, aufgesucht, das Opfer mehrfach aufgefordert haben, zu ihm zurückzukehren sowie ihr verboten haben, ihre Arbeit in der Spielothek weiter auszuführen, da er diese als nicht „ehrenhafte“ Arbeit angesehen haben soll. Nachdem das Tatopfer den Aufforderungen des Angeschuldigten nicht nachgekommen sei, soll der Angeschuldigte seiner ehemaligen Lebensgefährtin gedroht haben, sie umzubringen.

Der Angeschuldigte soll anschließend gegen 1 Uhr mittels eines Butterflymessers dem Tatopfer insgesamt 43 Stich- und Schnittverletzungen an Gesicht, Hals und Oberkörper zugefügt haben, die zu einem erheblichen inneren und äußeren Blutverlust führten, woran die Frau verstarb.

Der Angeschuldigte soll dabei die Arg- und Wehrlosigkeit des Opfers, welches die Drohungen nicht ernst genommen und mit keinem Angriff auf ihr Leben gerechnet habe, zur Begehung der Tat bewusst und in feindseliger Willensrichtung handelnd ausgenutzt haben. Darüber hinaus soll der Angeschuldigte aus niedrigen Beweggründen gehandelt haben, da er mit der Tat habe verhindern wollen, dass das Tatopfer eine neue Beziehung mit einem anderen Mann eingehe.