Lokales FD 29.10.2025

Modell mit Strahlkraft – RhönEnergie kooperiert mit Kamax

Homberg/Fulda (pm/sim) –Sonnenstrom liegt im Trend – und er verbessert die Klimabilanz. Im ersten Halbjahr 2025 speisten Photovoltaikanlagen bundesweit 40 Milliarden Kilowattstunden Strom ins Netz ein – 30 Prozent mehr als im Vorjahr. Zugleich wollen viele Unternehmen deutlich mehr für den Klimaschutz tun und zugleich Energiekosten senken. Eine Kooperation der Kamax-Gruppe in Homberg/Ohm und der RhönEnergie Gruppe in Fulda zeigt, wie das gelingen kann.

Stolz auf die abgeschlossene Montage auf dem Dach (von links): Hendrik Reuter und Sven Schindel von der Kamax sowie Niklas Möller und Alessio Estevez Basile von der RhönEnergie. Fotos: RhönEnergie

Auf den Dächern der Kamax-Hallen befinden sich jetzt 1282 Solarmodule mit einer 3460 Quadratmetern Gesamtfläche.

Die Kamax in Homberg realisiert mit der RhönEnergie Gruppe ein Projekt mit Strahlkraft.

Beide Unternehmen haben ein Modell entwickelt, das Firmen ohne hohe Anfangsinvestition eine umfassende Lösung bietet. Damit können sie ab dem ersten Tag Stromkosten sparen und gleichzeitig ihre CO2-Bilanz verbessern. „Das bedeutet für Unternehmen einen dreifachen Gewinn: geringere Stromkosten, geringere Klimabelastung – und die Einsparung der Investitionskosten“, erklärt Martin Heun, Sprecher der Geschäftsführung der RhönEnergie Gruppe. Das Vorgehen der Kamax-Gruppe sei ein Vorbild für viele andere Betriebe. Die Kamax-Gruppe setzt an ihrem Firmensitz in Homberg Maßstäbe: Auf zwei Dachflächen erzeugen Photovoltaikanlagen mit insgesamt 833 Kilowatt-Peak eigenen Sonnenstrom, der zu 99 Prozent vor Ort genutzt wird. Die Anlage spart jährlich 347 Tonnen CO2 ein und macht Kamax sichtbar nachhaltiger. „Wir setzen damit ein klares Statement für Verantwortungsbewusstsein und Zukunftsfähigkeit. Ein besonderer Meilenstein war für unser Projektteam der Moment, als der Baukran aufgebaut und kurze Zeit später die Solarmodule auf dem Dach installiert wurden. Es wurde sichtbar, wie aus der Theorie Realität auf dem Firmengelände wurde“, sagt Hendrik Reuter, Projektleiter der Photovoltaikanlage bei Kamax Homberg.

Für Planung, Umsetzung und Betrieb holte Kamax die erfahrenen Photovoltaik-Expertinnen und -Experten der RhönEnergie Effizienz + Service (RES) mit ins Boot. Sie installierten 1282 Solarmodule mit einer Gesamtfläche von 3460 Quadratmetern auf den Dächern der Produktionshallen. Ein zentraler Baustein des Projekts ist das Onsite-Power-Purchase-Agreement (PPA) – ein Stromliefervertrag, der auf der eigenen Photovoltaikanlage basiert. Kamax stellt nur Grundstück und Dachfläche und verbraucht den erzeugten Strom direkt. Dadurch entfallen Transportkosten, Netzentgelte, Steuern und weitere Umlagen. Kamax profitiert langfristig von stabilen, günstigen Strompreisen – ganz ohne Investition. Die RES übernimmt Planung, Finanzierung, Bau, Betrieb und Wartung der Anlage.

Die Installation großer Photovoltaikanlagen auf Firmendächern und deren Integration in die Energiekreisläufe ist komplex. „Die Einbindung von großen Photovoltaikanlagen in Gewerbebetriebe ist technisch anspruchsvoll. Neben Themen wie Brand- oder Blitzschutz liegt der Fokus auf Netzanschluss, Stromverteilung und Anlagenzertifizierung – das ist ein aufwändiger Prozess“, erklärt Dirk Schäfer, Teamleiter Photovoltaik-Großanlagen der RES. „Als Fachplaner übernimmt die RES diese Herausforderung und sorgt dafür, dass der Gewerbekunde von diesem Energielösungsansatz ab dem ersten Tag profitiert: Er spart Kosten, positioniert sich nachhaltiger und genießt das Rundum-sorglos-Paket – drei klare Vorteile.“

Schäfer fasst zusammen: „Diese Energielösung bietet dem Gewerbekunden unmittelbare Vorteile: Er spart bei den Stromkosten, kann sich als nachhaltiges, zukunftsorientiertes Unternehmen positionieren – und die RES übernimmt den Investitionsaufwand inklusive Planung, Finanzierung, Bau, Betrieb und Wartung. Damit kann sich der Kunde ganz auf sein Kerngeschäft konzentrieren und gleichzeitig seine Marke durch echte Nachhaltigkeit stärken.“ Für viele produzierende Unternehmen gewinnt die Reduktion von CO2-Emissionen zunehmend an Bedeutung – nicht zuletzt in der Automobilbranche und bei ihren Zulieferern. Auf dem Gelände des Automobilzulieferers beginnt nun die zweite Projektphase. „Bei uns stehen die nächsten wichtigen Schritte im Werk an, um mit dem selbsterzeugten Strom arbeiten zu können. Unter anderem müssen die Module final an das interne Stromnetz von Kamax angeschlossen werden. Hierbei freuen wir uns auf die weitere Zusammenarbeit mit der RhönEnergie Effizienz + Service bis zur endgültigen Inbetriebnahme“, erklärt Reuter. Für Kamax ist die Kooperation mit der RhönEnergie ein weiterer Schritt im Engagement für mehr Klimaschutz.