„Einen Schwarzbuch-Eintrag erhielt auch die Stadt Fulda, die pünktlich zur Landesgartenschau 2023 mehr als 4,9 Millionen Euro in ein zusätzliches Parkhaus investiert hat, nicht einmal 100 Meter Luftlinie neben einem bereits bestehenden“, schreibt der BdSt in einer Pressemitteilung: „Die Auslastung ist seitdem überschaubar, weshalb der Bund der Steuerzahler die Frage aufwirft, ob der Bau wirklich nachhaltig und sinnvoll war. Mit den bisherigen Bestandsplätzen sowie dem gegenüberliegenden Parkhaus hätte der Bedarf an Parkplätzen wohl die meiste Zeit des Jahres gedeckt werden können.“
In diesem Jahr schon mehr Nutzer als in gesamten Jahr 2024
„Das Parkhaus am Freibad Rosenau wurde errichtet, um den Parkraumbedarf des Schwimmbades Freibad Rosenau und der benachbarten Quartiere abzudecken. Vor dem Bau des Parkhauses Freibad Rosenau kam es während der Schwimmbad-Saison regelmäßig zu Beschwerden, da Schwimmbadbesucherinnen und -besucher aufgrund des benachbarten bereits ausgelasteten Parkhauses Rosengarten im näheren Umfeld keinen freien Parkplatz gefunden haben und dann auf die Parkplätze in den umliegenden Straßen, welche vorrangig den dortigen Bewohnerinnen und Bewohner zu Verfügung stehen sollen, ausgewichen sind“, teilt Johannes Heller, Pressesprecher der Stadt Fulda, mit: „In den benachbarten Quartieren finden zudem seit einigen Jahren erhebliche bauliche Aktivitäten statt, die ebenfalls einen zusätzlichen Parkplatzbedarf generieren werden, der in Zukunft noch weiter anwachsen wird.“ Bei den Nutzungszahlen zeige sich einen Aufwärtstrend. Im Jahr der Landesgartenschau 2023 waren es nach der Eröffnung des Parkhauses im April 27.495 Parkvorgänge durch Kurzparker und 383 durch Dauerparker. Im Folgejahr konnten 29.227 Parkvorgänge durch Kurzparker und 6933 durch Dauerparker registriert werden. In diesem Jahr waren es von Januar bis September bereits 29.218 Parkvorgänge durch Kurzparker und 11.787 durch Dauerparker.
„Anhand der vorstehenden Daten ist erkennbar, dass im Jahr 2024 bei den Kurzparkern die Auslastung schon höher war, als im Jahr 2023, in dem die Landesgartenschau stattfand. Jetzt im September 2025 wurde schon die Gesamtfrequenz des Jahres 2024 erreicht. Die Zahlen steigen bei den Kurzparkern demzufolge kontinuierlich an“, erläutert Heller: „Bei der Frequentierung des Parkobjektes durch Dauerparker ist die Entwicklung noch deutlich positiver, wobei hier anzumerken ist, dass die Vermietung von Dauerstellplätzen erst nach der Beendigung der Landesgartenschau im Spätherbst 2023 begonnen wurde.“ Der Steuerzahlerbund habe sich ausschließlich auf die Zahlen aus 2023 und 2024 einbezogen. „Wie anhand der Daten zum Parkhaus Freibad Rosenau deutlich wird, steigt der Parkraumbedarf in dem Quartier kontinuierlich an“, so Heller: „Vor diesem Hintergrund wurde im Jahr 2020 entschieden, dass bereits sehr gut ausgelastete Parkhaus Rosengarten, welches den absehbaren weiteren Parkraumbedarf im Bestand nicht hätte abdecken können, nicht zu erweitern, sondern direkt vor dem Schwimmbad Freibad Rosenau ein neues Parkhaus zu errichten.
Fast 30.000 Kunden im Sommer – Parkhaus Rosenau wird gut genutzt
