Lokales FD 30.10.2025

Mehr als 300 Freunde für den Frauenberg – Verein feiert Erfolge

Fulda (pm/gü) – Bei der Jahreshauptversammlung des Vereins Freunde des Frauenbergs war die Freude groß: Mit tosendem Applaus feierten die Mitglieder die Nachricht, dass der Verein die Marke von 300 Mitgliedern überschritten hat. „Das zeigt, dass wir für eine wichtige Sache stehen“, betonte Vorstandsmitglied Christoph Jestädt. Der Verein bilde eine Brücke in die Bürgerschaft und trage dazu bei, dass der Frauenberg als spiritueller Ort der Begegnung und des Miteinanders lebendig bleibt.

Der Verein Freunde des Frauenbergs freut sich über eine wachsende Mitgliederzahl (von links): Dieter Märtens (ältestes Mitglied, 91), Andreas Kanne (ehemaliger Vorstand), Philipp Krah (Vorstand), Christoph Jestädt (Vorstand), Sabine Steinbeck (Schriftführerin), Ulrich Klesper (Beisitzer), Antonia Wißler (Beisitzerin), Rainer Sippel (Vorstandssprecher antonius : gemeinsam Mensch), Steffen Heller (Vorstand antonius und Schatzmeister), Christian Bayer (ehemaliger Vorstand) und Guardian Pater Cornelius Bohl. Foto: Ralph Leupolt

Dass am Frauenberg viel geboten ist, zeigte der Rückblick auf die zahlreichen Veranstaltungen des Jahres. Gleich zu Beginn stand im Januar der Hoch-oben-Gottesdienst mit Bischof Michael Gerber und der anschließende Neujahrsempfang des Vereins auf dem Programm. Mit dem Josefstag am 19. März gab es zudem eine Premiere: Alle, die Josef heißen oder eine Abwandlung dieses Namens tragen, erhielten im Flora klostercafé das Klosterbier „Frauenberger Frohnatur“ gratis. Immerhin 30 „Josefs“ kamen auf den Berg.

Auch die beliebten Klostermärkte im Frühjahr und Herbst zogen wieder zahlreiche Besucherinnen und Besucher an und sind längst fester Bestandteil des Fuldaer Veranstaltungskalenders, genauso wie das Rotary-Weinfest im Sommer. Mit dem Format „Fit und Fröhlich“ wurde außerdem ein Projekt ins Leben gerufen, das Begegnung und Gemeinschaft im Alter ermöglichen soll. Einmal im Monat bietet eine Ehrenamtliche einen kostenloser Sportkurs für Senioren an mit anschließender Begegnung bei Kaffee oder Frühstück im Flora klostercafé. Das Format stößt auf große Resonanz: Bereits im März musste ein Aufnahmestopp verhängt werden.

 

Ein Jahr voller Leben, Begegnungen und neuer Ideen

Die Postkarten-Aktion des Vereins kam ebenfalls sehr gut an. Besucherinnen und Besucher der verschiedenen Veranstaltungen konnten auf bereitliegenden Karten festhalten, was sie persönlich mit dem Frauenberg verbinden. Die mehr als 400 Rückmeldungen waren durchweg positiv. Um künftig noch mehr Menschen zu erreichen, möchte der Verein seine Kommunikation ausbauen und ist seit Kurzem unter dem Namen „freundedesfrauenbergs_ev“ auf Instagram vertreten. Dort soll regelmäßig über das Leben und die Menschen auf dem Frauenberg berichtet werden mit dem Ziel, zusätzlich ein jüngeres Publikum anzusprechen.

Sorge bereitet weiterhin die ungeklärte Zukunft der Kooperation von Franziskanern und antonius auf dem Frauenberg ab 2027. Dann läuft der Vertrag zwischen Bistum Fulda und den Franziskanern aus. Noch gibt es keine endgültige Lösung, wie ein Verbleib von Franziskanern und antonius gesichert werden kann. Dazu sollen demnächst Gespräche mit den Beteiligten stattfinden. „Keiner kann es allein schaffen. Wir müssen das als Gemeinschaft stemmen“, betonte Rainer Sippel, Vorstandssprecher der Bürgerstiftung antonius : gemeinsam Mensch. Der Verein sieht sich dabei als wichtiger Vermittler, der die Interessen aller Partner eint und den Dialog stärkt. Die Unsicherheit wirkt sich auch auf die mehr als 110 Arbeitsplätze am Frauenberg aus. Viele Mitarbeitende wissen derzeit nicht, ob sie sich mittelfristig umorientieren müssen. Trotz aller Unsicherheit investiert der Verein in die Zukunft und stellte ein Projekt für den Klostergarten vor: Der verfallene Laubengang soll reaktiviert und in seiner historischen Funktion wiederhergestellt werden. Geplant ist, die Stahlkonstruktion zu sanieren und mit Wein zu bepflanzen. Sollte eine Vertragsverlängerung gelingen, soll auch das frühere Gewächshaus nach historischem Vorbild wieder aufgebaut werden.

Bei den Vorstandswahlen wurden Christoph Jestädt und Richard Hartwig in ihren Ämtern als Vorsitzende bestätigt. Christian Bayer scheidet auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand aus; Philipp Krah, Abteilungsleiter Frauenberg, wurde als neues Mitglied einstimmig gewählt. Zum Abschluss der Versammlung gab Jestädt einen Ausblick auf kommende Veranstaltungen. Bereits kommende Woche am Mittwoch, 5. November, um 19 Uhr findet das nächste Klostergespräch unter dem Titel „Frauenpower am Frauenberg – Wie mutige Frauen Zukunft gestalten“ statt. Frauen aus Kirche, Politik und Gesellschaft werden dabei über ihr Engagement sprechen. Ein Abend, der inspirierende Impulse und Begegnungen verspricht.

Jahreshauptversammlung der Freunde des Frauenbergs. Fotos: Ralph Leupolt