Im Câmara de Lobos Stadion auf Madeira ging es für Milde wieder auf die 3000 Meter Hindernis-Strecke. Der Rahmen war ein ganz anderer als in Hessen – es waren schließlich Europameisterschaften. Das zeigte sich auch im richtig starken Teilnehmerfeld.
Hindernislauf über 3000 Meter bedeutet, dass nach einer Startstrecke auf sieben Stadionrunden jeweils vier Hindernisse sowie ein Hindernis mit Wassergraben zu überwinden sind. Die Hindernisse haben dieselbe Höhe, 91,4 Zentimeter wie beim 400-Meter-Hürdenlauf, stehen aber im Gegensatz zu Hürdenlauf fest. Der Wassergraben dient im Hindernislauf als zusätzliches, technisch anspruchsvolles Hindernis, das die Ausdauer und die Sprungtechnik der Athleten herausfordert und den Lauf verlangsamt. Er sorgt dafür, dass die Läufer das Tempo drosseln und eine spezielle Sprungtechnik entwickeln müssen, um nicht im Wasser zu landen.
Das Rennen war ganz schön flott. Vorneweg Jerome Chiquet (Frankreich) und José Luis Blanco Quevedo (Spanien), dahinter dann zwei Gruppen, unter anderem mit Nils Milde. Die Siegerzeit war 10:06,77 Minuten. Der Hünfelder wiederum erreichte Platz zehn in 10:55,33 Minuten – Rang neun war gerade mal eine Sekunde entfernt.
Milde toppt seinen eigenen Hessenrekord
Es war eine ganz starke Leistung von Milde: 31 Jahre hatte der alte Hessenrekord bestand, bevor er ihn das erste Mal geknackt hatte. Da waren es vier Sekunden. Und jetzt, nur vier Monate später sind es nochmal neun Sekunden. Und das bei nicht nicht optimalen äußeren Rahmenbedingungen wie Windböen.
Das Teilnehmerfeld bei der M50 stark wie selten. Wie stark, war am Ergebnis der Altersklasse M45 abzulesen, denn dort hätte Mildes Zeit für Platz sieben gereicht. Mit Platz zehn im Gepäck konnte er dennoch zufrieden sein – eventuell folgt nun nochmal ein Start in einer Staffel.
