Im Kreis Fulda fördert der LWV PSKB an fünf Standorten: Der Verein „Die Brücke“ erhält 76.391 Euro für seine Einrichtungen in Fulda (Löherstraße) und Hilders. Das Diakonische Werk unterhält eine Einrichtung in Fulda (Heinrich-von-Bibra-Platz) und eine Außenstelle in Hünfeld. Diese unterstützt der LWV mit 73.112 Euro. Die PSKB des Sozialdienstes katholischer Frauen in der Rittergasse in Fulda wird in diesem Jahr mit 66.060 Euro gefördert.
Im Vogelsbergkreis unterhält die Eichhof-Stiftung der Vogelsberger Lebensräume eine PSKB in Lauterbach, die der LWV in diesem Jahr mit 88.605 Euro fördert.
Im Landkreis Hersfeld-Rotenburg erhält der Verein „die Brücke“ in diesem Jahr 75.165 Euro für die Arbeit seiner PSKB in der Unteren Frauenstraße in Bad Hersfeld. Diese finanzielle Unterstützung hat der Verwaltungsausschuss des LWV heute beschlossen. Es handelt sich dabei um eine freiwillige Leistung, die der LWV Hessen schon seit vielen Jahren sicherstellt.
Mit einer Entscheidung der Verbandsversammlung und nach vorheriger Abstimmung mit dem Hessischen Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales hat der LWV Hessen bereits seit dem letzten Jahr auch die bis dahin durch die hessischen Landkreise beziehunsgweise kreisfreien Städte erbrachten Leistungen zusätzlich übernommen und ist somit hessenweit der alleinige Finanzierungsverantwortliche.
„Die Psychosozialen Kontakt- und Beratungsstellen sind für viele Menschen in seelischen Krisen ein erster Halt. Ein Ort, an dem sie einfach Mensch sein dürfen. Hier finden sie Mitmenschen, die zuhören, verstehen und helfen, die nächsten Schritte zu gehen“, verdeutlicht LWV-Landesdirektorin Susanne Simmler die Bedeutung der Angebote. „Gerade in schwierigen Lebensphasen ist es entscheidend, nicht allein zu bleiben. Die PSKB bieten einen geschützten Raum, in dem Vertrauen wachsen kann. Für viele oftmals ein erster Schritt zur Heilung. Sie helfen dabei, Stabilität zurückzugewinnen, neue Perspektiven zu entwickeln und wieder Mut zu fassen. Diese niedrigschwellige Unterstützung kann verhindern, dass aus einer Krise eine dauerhafte Erkrankung wird. Das macht die Angebote so wertvoll für unsere Gesellschaft“, betont Landesdirektorin Simmler.
Es gibt in ganz Hessen 75 Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstellen, die von 44 Trägern angeboten werden. Die PSKB arbeiten unbürokratisch und auf Wunsch anonym. Das Angebot ist offen und es gibt keine verpflichtende Teilnahme.
Psychisch kranke Menschen und deren Angehörige finden bei den Psychosozialen Kontakt- und Beratungsstellen, zum Beispiel nach einem Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik, vorübergehend oder auch langfristig Hilfe. In den PSKB wird den Menschen ermöglicht, ihren Tag zu strukturieren und etwa mit wechselnden Freizeit- und Gruppenaktivitäten gemeinsam zu gestalten. Hier können sie Kontakte knüpfen und sich untereinander oder mit Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern austauschen. Zudem werden ihnen weiterführende Unterstützungsangebote in der Region vermittelt. Damit sind die Beratungsstellen ein wichtiges Bindeglied im Sozialraum der betroffenen Menschen.
„Immer mehr Menschen geraten durch Belastungen im Alltag, Einsamkeit oder existentielle Sorgen psychisch an ihre Grenzen. Gerade deshalb brauchen wir Orte, an denen man offen über seelische Nöte sprechen darf, ohne Angst vor Stigmatisierung“, so Susanne Simmler. „Die Psychosozialen Kontakt- und Beratungsstellen leisten hier unschätzbare Arbeit. Sie schaffen Begegnung und Verbindung, wo vorher Isolation und Rückzug waren. Wer hierherkommt spürt, nicht allein mit einer Belastung zu sein. Das stärkt Selbstvertrauen und öffnet Wege zurück in ein aktives, selbstbestimmtes Leben. Die PSKB sind damit weit mehr als reine Beratungsstellen. Sie sind ein Anker der Menschlichkeit und Teilhabe in unserem sozialen Netz.“
Die LWV-Förderung richtet sich nach der Einwohnerzahl im Versorgungsgebiet der jeweiligen PSKB. Für ihre laufende Arbeit erhalten die Träger zunächst Abschlagszahlungen auf der Basis der Finanzierung des Vorjahres für die Monate Januar bis September.
Informationen zum Landeswohlfahrtsverband (LWV) Hessen:
Der LWV Hessen wird getragen von allen hessischen Landkreisen und kreisfreien Städten und ermöglicht die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung. Die LWV-Verbandsversammlung wird auch Hessisches Sozialparlament genannt, da sie die soziale Infrastruktur in Hessen seit mehr als 70 Jahren maßgeblich mitgestaltet.
Landesweit arbeiten rund 1.500 Beschäftigte dafür, dass Menschen mit Behinderung so selbstständig und selbstbestimmt wie möglich am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. 2025 rechnet der LWV mit 64.200 Leistungsberechtigten.
Das LWV Hessen Integrationsamt ist Partner von 100.000 berufstätigen schwerbehinderten Menschen und deren Arbeitgebern.
Zudem unterstützt der Verband mehr als 5.300 Kinder und Jugendliche in seinen 15 Förderschulen und sieben interdisziplinären Frühberatungsstellen.
Im Rahmen des sozialen Entschädigungsrechts kümmert sich der LWV um Kriegs- und Gewaltopfer.
Der LWV ist Alleingesellschafter der Vitos gGmbH, zu der 17 gemeinnützige Gesellschaften mit Kliniken und Einrichtungen für Jugend- und Behindertenhilfe gehören. Vitos ist der größte Anbieter für die ambulante, teil- und vollstationäre Behandlung psychisch kranker Menschen in Hessen und beschäftigt rund 12.200 Menschen.
Der LWV erfüllt Aufgaben im sozialen Bereich, die sinnvollerweise hessenweit gebündelt werden, um Synergien und Expertise optimal nutzen zu können. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen.
