Schießen 10.10.2025

Luftgewehr-Bundesligen – Olympionikin für Steinbach – SVP zuhause

Osthessen (pf) – Vorhang auf, Visiere runter: Die neue Saison in den Bundesligen der Luftgewehr-Schützen steht in den Startlöchern und beginnt am Wochenende – unter anderem mit dem Heimwettkampf des SV Petersberg in der 2. Bundesliga West. Der SV Steinbach gibt hingegen seinen Einstand im Oberhaus.

Der SV Hubertus Steinbach bei der Meister-Ehrung in der vergangenen Saison. Archivfoto: Verein

Der SV Petersberg will in der 2. Bundesliga oben angreifen – mit gesundem Optimismus, aber ohne die Aufgabe zu unterschätzen. Foto: Christine Görlich

Bundesliga

Nach dem phänomenalen Durchmarsch von der Hessenliga in die Bundesliga steht der SV Hubertus Steinbach vor einer herausfordernden Saison in der 1. Bundesliga Nord: Zum Auftakt warten bei Hubertus Elsen in Paderborn die Duelle gegen den SuSC Müllenborn (Samstag, 16.30 Uhr) sowie BSV Buer-Bülse (Sonntag, 10 Uhr). Seit Monaten befinden sich die Steinbacher bereits im Training und sind voll fokussiert und motiviert für die großen Aufgaben, die bevorstehen. Das Team ist gar einziger hessischer Vertreter in der Nord-Staffel. Besondere Vorfreude herrscht natürlich auf den Heimwettkampf, der am 22. November steigen wird. Dafür zieht der Verein sogar aus dem Schützenhaus ins Dorfgemeinschaftshaus um, um die Zuschauer-Anforderungen der Bundesliga zu erfüllen.

Hinzu kommt die Belastung: Zwölf Mannschaften starte in der Staffel, geschossen wird damit alle zwei Wochen – und immer über ein ganzes Wochenende, anders als in der 2. Bundesliga. Mit Katharina Mentzel und Fabienne Sebastian gab es darüber hinaus zwei Abgänge im Kader der Steinbacher, die erstmal verkraftet werden mussten. Sie wurden international ersetzt – ob auch adäquat, wird sich zeigen. Mit Adriana-Roberta Teodorescu wechselte eine Rumänin nach Steinbach, mit Apurvi Chandela dazu eine indische Olympiateilnehmerin. Beide Wechsel sind über Kontakte von Akteuren aus dem Verein zustande gekommen – schießen kann pro Wettkampf vorschriftsmäßig aber bekanntlich nur eine Ausländerin. Der SV Hubertus Steinbach freut sich auf das Abenteuer Bundesliga – erstmals seit den 80er-Jahren schießt der Verein übrigens wieder im Oberhaus.

SV Hubertus Steinbach: Adriana-Roberta Teodorescu, Nora-Lee Hofmann Badea, Alexander Röller, Svenja Neidhart, Luc Dingerdißen, Daniel Knoth, Luisa Mehling, Apurvi Chandela, Marlene Most.

 

2. Bundesliga

„Geübte Praxis“ ist der Heimwettkampf für den SV Petersberg mittlerweile, der gerne zuhause die Saison eröffnet. So auch diesmal: Am Sonntag finden ab 10 Uhr die ersten Wettkämpfe der acht Teams umfassenden 2. Bundesliga West im Petersberger Schützenhaus statt. Wie gewohnt sind die Stände „offen“, sodass Zuschauer den direkten Blick auf die Schützinnen und Schützen haben. Natürlich ist auch für das leibliche Wohl wieder bestens gesorgt, der Eintritt ist frei. „Es lohnt sich, auch wer nur mal eine Stunde vorbeikommen will, sich das anzuschauen“, sagt Frank Urspruch, Vorstandssprecher des SVP. Rund 30 Minuten vor dem Beginn der Petersberger Wettkämpfe gegen Heepen (10 Uhr) und Wetterau (15.45 Uhr) können die Besucher auch den Einlauf der Teams und die Begrüßung mitverfolgen.

Sportlich stellt sich der SVP auf eine schwierige Saison ein: Nach dem Bundesliga-Abstieg wurde die Rückkehr ins Oberaus vergangene Runde dramatisch verpasst, ein Ring fehlte beim Aufstiegswettkampf zu Steinbach. „Wir waren zwar relativ deutlich Meister geworden, aber haben dann aber im Aufstiegswettkampf gesehen, dass es auch manchmal anders kommen kann, als man sich erhofft“, sagt Urspruch: „Wir haben auch diesmal natürlich unsere Ambitionen und sind optimistisch, aber etwas zurückhaltender. Es kann immer etwas passieren, auch weil sich bei den anderen personell einiges getan hat“. Für die Konkurrenz gelte der SVP wohl als Mitfavorit auf den Titel, die Petersberger selbst wollen aber bei sich bleiben, zumal die ersten Gegner gar nicht einzuschätzen sind: Der erste Gegner SGes Heepen aus Bielefeld ist ein Aufsteiger, der sich verstärkt hat. Und als zweites geht es am Sonntag dann noch gegen Bundesliga-Absteiger Wetterau aus Butzbach, der wiederum Abgänge zu verzeichnen hatte. Im Petersberger Kader gab es hingegen nur eine Veränderung: Annika Peters ist zurück nach Eitra gewechselt, ansonsten steht das bewährte Team. Zum Auftakt wird Inderin Vinita Bhardwaj einfliegen, die kurzfristig als Ersatz für Shreya Saksena zugesagt hat: Saksena, die mittlerweile in Berlin wohnt, hatte eine kleine OP und fehlt dem SVP erstmal. Ansonsten dürften am Wochenende Tom Barbe, Johanna Tripp, Jana Heck und Danilo Zeihs beziehungsweise Mona Heck an den Schießstand gehen.

SV Petersberg: Vinita Bhardwaj, Johanna Tripp, Shreya Saksena, Tom Barbe, Jana Heck, Michael Döllinger, Danilo Zeihs, Mona Heck.

Ebenfalls in der. 2. Bundesliga West schießt der SV Stärklos: Die Haunetaler starten am Sonntag in Emsdetten in die Saison und bekommen es dort zunächst mit den Gastgebern (10 Uhr) zu tun, ehe der zweite Wettkampf gegen die SSGem Kevelaer II (14.15 Uhr) ausgetragen wird.

SV Stärklos: Jaqueline Becker, Lena Bianca Beul, Leah Faust, Anna Klee, Leonie Götz, Louis Grobek, Frederick Schröder, Markus Braun.

 

Hessenliga/Oberliga

Auch in den unteren Klassen steht die neue Saison vor der Tür: Die Luftgewehr-Schützen des SV Lanzenhain gehen in der Hessenliga an den Start und haben ihre ersten Aufgaben am 19. Oktober gegen den Fürther SV und Oberstedten vor der Brust. In der Oberliga Ost starten ausschließlich Teams aus der Region: Hier wird die Runde am Freitag mit dem Vogelsberg-Duell zwischen Crainfeld und Hartershausen eröffnet. Am Samstag stehen sich der SV Traisbach und der SV Wallenrod gegenüber. Am Sonntag folgen die Paarungen Wernges gegen Leibolz und Steinbach II gegen Elm. Die Hersfeld-Rotenburger Vereine stecken in der Oberliga Nord: Hier geht es am Freitag mit dem Duell SV Eitra gegen SV Römbersberg los, parallel dazu steigt mit Motzfeld gegen Stärklos II ein Derby. Die SG Mengshausen (gegen Oberzwehren) und der SV Meckbach (beim SV Ernsthausen) sind am Samstag dran.