Volleyball 01.10.2025

Landesliga – Hünfelder Männer zuhause für Eigenfehler bestraft

Hünfeld (pf) – Es läuft noch nicht rund für die Volleyballer vom Hünfelder SV: Eine Niederlage und einen Sieg gab es bisher in der Landesliga Nord, und nun beim Heimspieltag vergangenen Sonntag zwei weitere Pleiten: 1:3 (21:25, 30:28, 22:25, 19:25) gegen den SSC Vellmar II und 2:3 (22:25, 25:21, 25:27, 25:17, 12:15) gegen die VSG Hungen/Gedern.

Archivfoto: Verein

Den einen oder anderen Ausfall wegen angeschlagener Spieler wollte Hünfelds Trainer Uli Bönsch nicht als Ausrede zählen lassen: Dafür wirkten Peter Krautwurst und Johannes Herrmann im Mittelblock mit, die ihre Laufbahn eigentlich schon beendet hatten und entsprechend Trainingsrückstand haben. „Wir sind eben im Umbruch. Das sind Erfahrungen, die wir machen müssen“, sagte Bönsch und sprach einen ähnlichen Verlauf wie schon zu Saisonbeginn bei der bitteren Pleite in Marburg an: „Im Training passt es, aber im Spiel und unter Druck kriegen wir es noch nicht so gebacken. Die Eigenfehler-Quote ist zu hoch, und die Gegner, die eingespielter und abgezockter sind, nutzen das konsequent aus“.

Mit Vellmar traf der HSV am Sonntag zunächst auf eine junge Mannschaft, in der die Akteure aber schon von klein auf Volleyball gelernt haben. „Wir hatten trotzdem unsere Chancen“, so Bönsch: Beim Stand von 21:18 im dritten Satz schenkte Hünfeld die Führung und den Satz noch her, „danach ging nichts mehr“. Gegen Hungen/Gedern vergab der HSV ebenfalls Satzbälle im dritten Durchgang und verlor auch diesen. Zwar gab es dann nochmal den Satzausgleich, doch im Tiebreak zog Hünfeld wieder den Kürzeren.

So gelte es nun, aufzupassen, „dass man nicht gegen den Abstieg kämpft“, warnte der Trainer: „Die Liga ist sehr, sehr ausgeglichen: Wetzlar steht als Aufsteiger ohne Punktverlust vorne, aber sie haben Regionalliga-Erfahrung in der Mannschaft. Es gibt in der Klasse keinen, den man unterschätzen sollte“, so Bönsch, der im Heimspiel auch einen Jugendspieler eingebaut hatte: „Siya hat die Chance bekommen“. Ein zweiter habe angeschlagen gefehlt, doch auch er dürfe bald Luft bei den Männern schnuppern, sagte der Trainer. Die Hünfelder haben nun aber erstmal eine lange Pause – das nächste Spiel steigt erst am 9. November in Wetzlar.

Hünfeld: M. Bönsch, U. Bönsch, Janzen, Zukauskas, Lochner, Hurbik, Diemer, Drzewiecki, Rohrbach, Krautwurst, Herrmann, Gejn, Siya (Jugendspieler).