Ringen 06.10.2025

Landesliga – Derby in Fulda: Frischauf siegt im letzten Kampf – Fotos

Fulda – Von Silas Messing – In einem emotional aufgeladenen Stadtderby der Ringer-Landesliga zwischen der SG Frischauf Fulda und dem RSC Fulda konnten sich die Hausherren am Samstag in der eigenen Halle an der Geschwister-Scholl-Schule vor rund 100 Zuschauern mit 16:12 (5:8) durchsetzen. Nach einem hochspannenden Abend, bei dem das Duell erst im letzten Kampf entschieden wurde, war die Erleichterung bei der jungen Mannschaft von Frischauf riesig.

Beide Mannschaften zusammen vor dem Kampf. Fotos: Silas Messing

„Das Derby hat seine eigenen Gesetze, und es war spannend bis zum Ende“, fasste Dschamal Veliev, Abteilungsleiter Ringen bei Frischauf Fulda, das Geschehen treffend zusammen. Denn bis zum letzten Duell stand es 12:12 – Gleichstand, volle Halle, maximale Anspannung. Ivan Lysyi trat für Frischauf gegen Adlan Kosumow (RSC Fulda) auf die Matte. Mit Ruhe, Übersicht und taktischem Geschick sicherte Lysyi den entscheidenden Sieg – der Kampf ging an Frischauf, was dem Team vier Punkte und den 16:12-Endstand bescherte (Pausenstand: 5:8).

Das Stadtderby war geprägt von Kampfgeist und individueller Klasse. Besonders hervorzuheben war Edin Alibegovic, der in der Gewichtsklasse bis 86 Kilogramm auf Deni Kosumow traf – den deutschen U17-Vizemeister bis 80 Kilogramm aus dem Jahr 2024. Alibegovic ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken und gewann spektakulär nach Punkten mit 29:18, was Frischauf drei Mannschaftspunkte einbrachte. Auch Willi Buckmaier zeigte, was er auf der Matte kann. Trotz Nasenblutens und einem frühen Rückstand kämpfte er sich in seiner Gewichtsklasse bis 66 Kilogramm zurück und drehte den Kampf gegen Eric Gusejnov mit einem Schulterschwung – 4:2-Wertung und vier Punkte für Frischauf Fulda.

Geführt wurde die Frischauf-Mannschaft von Kapitän Stefan Railean, der für den nötigen Rückhalt auf und neben der Matte sorgte. Mit einem 15:0 Sieg sorgte er in seinem Kampf gegen Anzor Lakhiaev für vier Mannschaftspunkte. Der eigentliche Trainer, Omid Safawi, war am Samstagabend nicht vor Ort – er befindet sich derzeit bei der Weltmeisterschaft in Budapest, wo er erneut selbst um einen Titel ringt. Das Team ließ sich davon nicht beirren: „Wir sind als Mannschaft geschlossen, und solche Erfolge sind im Derby etwas ganz Besonderes“, so Veliev weiter. Mit einem Durchschnittsalter von gerade einmal 20,9 Jahren zählt Frischauf zu den jüngsten Teams der Liga – und zeigt Woche für Woche, dass sich Talent und Einsatzbereitschaft auszahlen.

Die souveräne Leitung des hitzigen Derbys übernahm Alfred Reinhardt vom RV Haibach. Trotz der Brisanz auf der Matte blieb die Begegnung sportlich fair – ein Aushängeschild für den Ringkampfsport in der Region. Mit dem Derbysieg im Rücken und dem gewachsenen Selbstvertrauen blickt die SG Frischauf Fulda nun auf die kommenden Aufgaben. Klar ist: Diese junge Truppe hat nicht nur Kampfgeist – sie hat auch das Potenzial für Großes.