In seiner Gewichtsklasse -66 Kilogramm waren 35 Kämpfer qualifiziert und 33 sind angetreten. Darunter Top- Star Martin Setz, der in diesem Jahr auch bei der WM gekämpft hat, der Meister aus dem letzten Jahr Nicolas Kunze. Dazu kamen noch vier weitere Deutsche Meister und sieben weitere Medaillengewinner von Deutschen Meisterschaften.
Es wurde nach einer 64er Liste gekämpft und Krüger hatte nach einem Freilos als 13. Paarung seinen Kampf gegen Matwej Rudnev vom Turnerbund Hamburg-Eilbeck. Beide Kämpfer konnten sich im Stand keinen Vorteil verschaffen und nach einem Angriff ohne Gleichgewichtsbruch ging es in den Bodenkampf. Dort geriet er durch Unachtsamkeit in einen Haltegriff und konnte sich aus diesem nicht mehr befreien. Da Rudnev seinen nächsten Kampf verlor, stand das Ausscheiden aus der Meisterschaft fest. Er war ohne große Erwartung bei dieser Meisterschaft gestartet und die Enttäuschung über das frühe Ausscheiden war nur für einen kurzen Moment groß. Gedanken müssen sich andere Machen, die in Leistungszentren oder mit leistungsstarken Partnern trainieren – und da waren viele, die auch früh ausgeschieden sind.
Krüger konnte trotzdem stolz auf seine Leistung sein, weil ihm kein weiterer Judoka in Osthessen bekannt sei, der sechsmal bei den Deutschen Meisterschaften der Männer angetreten ist – Krüger schaffte das in sieben Jahren. Die Erfolge, die er über Jahre zeigt, werden geebnet über das wöchentliche Training im Verein, unter dem Trainer Team Mike Thiel und Meruzahn Tatoian. Dazu kommt das Training bei Peter Sorg seit fast zehn Jahren, der für Kraft und Athletik individuell mit ihm arbeitet – und was dort nicht trainiert werden kann, wird bei Fit und Fun aufgearbeitet, was durch das Sponsoring von Horst Schmid übernommen wird. Der Blick geht ab jetzt wieder nach vorne, denn bekanntlich heißt es: „Nach dem Wettkampf ist vor dem Wettkampf“.
