Gemeinde-Derby der Remis-Könige
„Sportlich gesehen wird es ein schweres Spiel“, so Kerzell-Trainer Florian Günther. Gegen den derzeitigen Tabellenzweiten wird es alles andere als einfach, das weiß auch der Helvetia-Coach. Die jüngsten drei Aufeinandertreffen endeten jeweils Remis, zwei davon noch in der Gruppenliga und eines bei der Gemeindemeisterschaft. Die Erwartungshaltung beider Mannschaften könnte dennoch unterschiedlicher kaum sein: Während Lütter nach dem Abstieg aus der Gruppenliga wieder aufsteigen möchte, verfolgt Kerzell andere Pläne: „Wir brauchen aktuell mehr Entwicklung als Erfolg“, beschreibt Günther. Das solle vor allem mit einheimischen und jungen Spielern aus den eigenen Nachwuchsteams gelingen. Dennoch will sich die Helvetia am Sauerbrunnen nicht verstecken: „Wir wollen wahre Qualität zeigen und auch große Gegner schlagen“, gibt sich Florian Günther angriffslustig. Die Rivalität beider Vereine währt schon lange, daher erwartet der Coach ein durchaus schweres Spiel, in dem es um weitaus mehr als nur Punkte geht. „Dabei geht es auch um Prestige“, so Günther. Die Euphorie in Kerzell sei jedenfalls zu spüren. Die Spieler können das Derby kaum noch erwarten und starten mit einem guten Gefühl ins Wochenende. „Wir wollen das Derby gewinnen und mit einem Sieg ins Wochenende starten“, appelliert Günther an sein Team.
TSG-Trainer Sascha Bönte erwartet, ähnlich wie Florian Günther, ein schwieriges Spiel: „Kerzell ist ein schwerer Gegner, der uns ganz schön fordern wird.“ Sein Team sehe er nichts desto trotz in der Bringschuld: Mit der Einstellung in Welkers und der Chancenverwertung gegen Mittelkalbach war der Übungsleiter alles andere als zufrieden – im Gemeindederby erwartet Bönte daher ein anderes Auftreten: „Gerade gegen uns werden sie alles in die Waagschale werfen. Ich kann mir vorstellen, dass keiner was dem anderen schenkt“, so der Coach, der personell aus dem Vollen schöpfen kann und auf gutes Wetter sowie viele Zuschauer hofft.
Spitzenspiel in Eckardroth
13 Spiele, 30 Punkte und ein Torverhältnis, was sich sehen lassen kann: 52 Tore erzielte die SG Huttengrund in dieser Saison bereits, kassierte im Gegenzug auch nur 16 Gegentreffer. Damit stellt die Elf von Spielertrainer Jaron Krapf sowohl die beste Offensive, als auch die beste Defensive der Liga – was laut Krapf vor allem am breiten Kader und der hohen Trainingsbeteiligung liegt: „Durch die Vorbereitung haben wir einen Kader von 15 bis 18 Mann, die immer da sind, immer gewillt sind zu spielen und auch die Klasse haben, in der Kreisoberliga zu spielen.“ Dadurch könne der SGH-Coach auch immer mal wieder rotieren, ohne, dass die Qualität darunter leide. Zuhause ist Huttengrund noch ungeschlagen, bereits vor der Saison wurde das Ziel Aufstieg klar kommuniziert. „Wenn wir zuhause ein frühes Tor schießen, spielen wir uns oft in einen Rausch“, verdeutlicht Krapf, fügt allerdings auch an: „Viele Gegner waren gegen uns sehr verletzungsgeplagt. Wir wissen, dass das nicht der Regelfall ist und müssen daher demütig bleiben. Wir stellen uns nicht hin und behaupten, wir zerschießen die Liga.“ Dennoch sprechen die Ergebnisse der Spielgemeinschaft für sich, nachdem zuletzt „Angstgegner" Mittelkalbach und auch der TSV Rothemann bezwungen werden konnten – gegen Hosenfeld soll nun das nächste Erfolgserlebnis folgen: „Wir wollen unsere Serie zuhause ausbauen“, betont Krapf, der für das Duell am Samstag auf den kompletten Kader zurückgreifen kann – selbst allerdings noch etwas angeschlagen ist: „Ich denke aber, dass das bis Samstag geht.“
Die Spiele in der Übersicht:
Freitag
19 Uhr
Gundhelm/Hutten – Rückers (in Hutten)
Samstag
15 Uhr
Lütter – Kerzell
Huttengrund – Hosenfeld (in Eckardroth)
16.30 Uhr
Grimmstadt – Rothemann (in Ulmbach)
Bellings/Hohenzell – Lauter (in Hohenzell)
Sonntag
15 Uhr
Welkers – Schmalnau/Hettenhausen
Weyhers – Löschenrod
Flieden II – Mittelkalbach
