Rhön-Derby elektrisiert die Region – Fanmarsch von Hilders nach Wüstensachsen
Es ist das Spiel, auf das viele in der Rhön gewartet haben: Ehrenberg gegen Hilders/Simmershausen – am Samstag um 16.30 Uhr steigt es in Wüstensachsen. Mehr als eine Dekade liegt das letzte Pflichtspiel dieser beiden Vereine zurück, entsprechend groß ist die Vorfreude. Begleitet wird das Ganze von einem organisierten Fanmarsch der SGHS-Anhänger aus Hilders – ein echtes Fußballfest steht bevor. Sportlich treffen zwei Teams auf Augenhöhe aufeinander: Ehrenberg steht auf Rang zwei, Hilders/Simmershausen ist als Fünfter in Lauerstellung. SGE-Coach Jens Keim weiß um die Brisanz: „Man kennt sich, man schätzt sich – aber natürlich will man das Spiel auch gewinnen. Gerade zuhause, wo wir uns bislang etwas schwerer getan haben.“ Keim ist sich sicher: „Wenn wir unser Spiel durchbringen, können wir jeden schlagen.“ Nach zuletzt starken Auftritten beider Teams – Hilders besiegte die SG Marbach/Dietershan, Ehrenberg zeigte sich ebenfalls stabil und schnupperte in Reulbach bereits Derby-Luft – verspricht das Duell nicht nur Kampf, sondern auch spielerische Qualität. Ein Vergleich, der die Region in Atem halten soll.
Haimbach gegen Germania: Stadtduell mit Signalwirkung
Am Sonntag um 15 Uhr steigt im Fuldaer Stadtteil Haimbach das direkte Duell zwischen dem HSV (Platz 15) und dem FSV Germania Fulda (Platz 13). Beide Teams brauchen dringend Punkte – für Haimbach wäre es der erste Heimsieg der Saison. Dass es zuletzt gegen FT Fulda trotz 3:0-Führung nur zu einem 3:3 reichte, war für HSV-Trainer Roberto Posa bitter: „Das war einfach unglücklich. Wenn du so Punkte liegen lässt, ist das frustrierend.“ Trotzdem bleibt Posa optimistisch: „Die Mannschaft hat den Abstiegskampf angenommen und wir werden kämpfen. Wenn wir das Spiel gewinnen, sind wir wieder in Schlagdistanz.“ Zwei Langzeitverletzte fehlen weiterhin, doch der Kader sei gut aufgestellt. Und das Ziel klar: „Der erste Heimsieg soll her – wir werden alles reinwerfen. Am Ende brauchen wir auch mal das Spielglück auf unserer Seite.“
Die Germania reist ebenfalls unter Druck an. Der 1:1-Patzer gegen Schlusslicht Pilgerzell hat das Team von Zeljko Karamatic verunsichert – dazu kommen weiterhin viele verletzungsbedingte Ausfälle. Der Trainer mahnt: „Wir stellen uns aktuell durch Platzverweise selbst ein Bein. Da fehlt die nötige Disziplin.“ Die Lage ist klar: Mit einem Sieg könnte sich Germania etwas Luft verschaffen – bei einer Niederlage rutscht der Club tief in den Abstiegskampf. „Auf dem kleinen Platz in Haimbach kommt es auf Zweikampfhärte und Umschaltmomente an. Aber die Verantwortung liegt bei uns – wir wissen, woran es liegt, wenn wir verlieren“, so Karamatic.
FT Fulda empfängt am Samstag bereits ab 14.30 Uhr den SV Müs und will nach dem 3:3 in Haimbach zurück in die Erfolgsspur. Marbach/Dietershan trifft auf Dipperz/Dirlos – ein Duell im Mittelfeld, bei dem Kleinigkeiten entscheiden könnten. Schlitzerland empfängt Reulbach/Brand, beide Teams hoffen auf wichtige Punkte, um sich weiter im Mittelfeld zu festigen.
Weiter geht es am Sonntag: Borussia Fulda will gegen Bachrain die Tabellenführung behaupten. Pilgerzell hofft nach dem Punktgewinn gegen Germania auch gegen Horas auf Zählbares, um den Anschluss nach oben nicht zu verlieren. Und der RSV Petersberg will zuhause gegen Edelzell/Engelhelms den Aufwärtstrend fortsetzen und sich oben festbeißen.
Kreisoberliga Mitte
Samstag
14.30 Uhr
FT Fulda – Müs
16 Uhr
Marbach/Dietershan – Dipperz/Dirlos (in Marbach)
16.30 Uhr
Schlitzerland – Reulbach/Brand (in Schlitz)
Ehrenberg – Hilders/Simmershausen (in Wüstensachsen)
Sonntag
15 Uhr
Borussia Fulda – Bachrain
Haimbacher SV – Germania Fulda
Pilgerzell – Horas
Petersberg – Edelzell/Engelhelms
