Karamatic spricht von einem zerstörten Vertrauensverhältnis zwischen ihm selbst und Vorstand Torsten Strott sowie dem sportlichen Leiter Leutrim Guri: „Vor zwei bis drei Wochen sollen die Verantwortlichen hinter meinem Rücken Gespräche mit Trainerkandidaten geführt haben und auch auf die Spieler zugegangen sein“, erklärt der scheidende Coach. „Ich bin offen und kooperativ für jedes Gespräch, aber das entbehrt jeder Linie und ist charakterlos.“ Bereits nach dem Spiel bei Borussia Fulda im Stadion in der Johannisau sei es laut Karamatic zu Gesprächen zwischen den Verantwortlichen und Spielern bezüglich seiner Zukunft gekommen, am vergangenen Dienstag habe es seitens der Verantwortlichen einen erneuten Vorstoß gegeben. „Die Spieler sind direkt danach zu mir gekommen und haben mich davon in Kenntnis gesetzt“, berichtet Karamatic und betonte, dass aufgrund der Vorfälle die Basis einer gemeinsamen Zusammenarbeit zerstört sei. „Mir wurde kein Vertrauen und auch keinerlei Dankbarkeit entgegengebracht. Ich muss auch sagen, dass diese Germania mit der von damals nur noch den Namen gemein hat.“
Leutrim Guri, sportlicher Leiter von Germania Fulda, äußerte sich auf Nachfrage – ohne im Vorhinein jedoch von Karamatics Entscheidung in Kenntnis gesetzt worden zu sein: „Es ist schade, dass der Rücktritt über die Medien kommuniziert wurde. Ich selbst war zwei Wochen im Urlaub und bin erst am Freitag zurückgekommen. Ich habe das Gespräch mit ihm gesucht, er reagiert allerdings auf keine Anrufe mehr und hat sich auch aus der Gruppe schon verabschiedet.“ Guri bedauert den Rücktritt und betont, dass es von seiner Seite aus kein böses Blut gebe: „Zeljko ist ein Urgermane, von dem auch ich viel gelernt habe. Es ist schade, dass es so auseinandergeht, mit so einem faden Beigeschmack.“, so Guri, der die Vorwürfe bestreitet, den Kontakt zu potenziellen Nachfolgern Karamatics gesucht zu haben: „Ich habe mit keinen anderen Trainern gesprochen.“
Für die verbleibenden vier Spiele bis zur Winterpause übernimmt nun Karamatics bisheriger Co-Trainer Hysen Haxhiu das Ruder und leitet am Freitagabend bereits das Training, bevor am Sonntag das Stadtderby bei FT Fulda ansteht.
