Frauen
Sowohl für Großenlüder/Hainzell als auch für die Hersfelder Frauen verlief der Saisonstart eher schleppend. Ein Sieg aus vier Spielen stehen auf dem Konto der HSG-Frauen, der TVH hat als Aufsteiger ebenfalls erst einmal jubeln können. „Großenlüder hat einen neuen Trainer und wichtige Spielerinnen sind gegangen“, weiß TVH-Trainerin Ute Berz. Doch scheinen sich die Osthessinnen gefangen zu haben. Gegen Fritzlar II trennte sich die HSG unentschieden, bei Twistetal II gab es dann die Erlösung (32:30-Sieg). Ähnlich geht es den Hersfelderinnen. Nach dem verlorenen Saisonauftakt gegen Kirchhof II (24:32) zeigte das Team von Berz eine Reaktion und siegte gegen Dittershausen mit 34:30. Zuletzt verloren beide wieder.
Nun komme das Osthessinnen-Derby gerade recht. „Wir müssen uns aber schon strecken“, warnt die TVH-Trainerin. Das letzte Mal, als Hersfeld II auf dem Parkett stand, ist beinahe einen Monat her. Der Matchplan steht jedenfalls: „Wir müssen unsere Chancen konsequent nutzen und hinten sicher stehen“, gibt Berz die Marschroute vor und betont. „Wir müssen die Offensive von Großenlüder stoppen und unsere Schnelligkeit von den jungen Spielerinnen ausspielen“. Berz hat außerdem Schlüsselspielerinnen ausgemacht, „die wir in den Griff bekommen müssen, um den Spielfluss zu stoppen“. Dass dies vor einer wohl stimmungsvollen Kulisse am Samstagabend in Großenlüder alles andere als einfach wird, ist sich die Trainerin aber bewusst. „Großenlüder ist immer schwer zu bespielen. Sie haben ein großartiges Publikum zuhause“, schwärmt Berz, die beinahe aus dem Vollen schöpfen kann. „Die eine oder andere erkältete Spielerin wegen Lolls gibt es noch“, schmunzelt sie.
Nach dem ersten Sieg in der Regionalliga hat die Hersfelder erste Mannschaft derweil Blut geleckt: Am Samstag (19.30 Uhr) reist das Team von Trainerin Sabine Teichmann zum noch ungeschlagenen Tabellenführer HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden – die Rollen sind dabei klar verteilt.
Männer
Für die Männer stehen am Wochenende ebenfalls interessante, aber schwere Begegnungen an. Der Hünfelder SV gastiert in der Oberliga Nord am Samstag um 18 Uhr beim VfB Bettenhausen. HSV-Trainer Stephan Kimpel erwartet eine Begegnung auf Augenhöhe. „Ich schätze uns gleichstark ein“, sagt er. Beide Mannschaften sind in der aktuellen Saison noch sieglos und wollen bei einem Erfolg am Samstag erstmals jubeln. Die Favoritenrolle schiebt Kimpel aber zu den Hausherren. „Sie haben auch ein lautstarkes Publikum. Deswegen haben sie einen leichten Vorteil“, erklärt der Coach und erwartet ein enges Spiel. „Beide wollen den ersten Sieg einfahren. Es wird spannend“. Personell kehren Alexander Schott, Justus Gute und Lukas Aha zurück. Ob Felix Schäfer bis Samstag wieder genesen ist, steht derzeit noch aus. Um 19.30 Uhr tritt Spitzenreiter TV Hersfeld beim Tabellenneunten HSG Wesertal an: Nach fünf Spielen ist der TVH noch ohne Punktverlust, diese Serie wollen die Festspielstädter sicherlich fortsetzten. Die Männer der HSG Großenlüder/Hainzell sind am Sonntag (17 Uhr) dran – es wartet das Heimspiel gegen den TSV Ost-Mosheim.
