Manfred Egert, Erster Vorsitzender des Rhönclub Zweigvereins Bad Kissingen, spricht von einem persönlichen Ehrgeiz, dass die neue Hütte möglichst schnell wieder für Besucherinnen und Besucher geöffnet werde. Das Projekt könne bis zum 1. Juli sicherlich fertiggestellt werden: „Wir bauen weder Stuttgart 21 noch einen Flughafen.“ Aktuell gebe es noch letzte Arbeiten zu tun wie etwa die Entfernung des letzten Brandschuttes und eine Neutralisation des Brandgeruchs, danach solle aber schnellstmöglich mit dem Bau begonnen werden: „Wir wollen noch im Oktober den Keller bauen.“ Die entsprechende Baugenehmigung von dem Gemeinderat Sandberg wurde hierfür erteilt und die Ausschreibung stehe ebenfalls bevor.
Der Entwurf für die neue Hütte wurde von der Messerschmitt & Rüth Architekten ARGE erstellt. Wie Egert erläutert, werde das ganze Konzept der Hütte modernisiert und barrierefrei gestaltet: „Es wird anders aussehen.“ Geplant sind unter anderem ein Gastraum mit Platz für circa 70 Personen im Erdgeschoss sowie neun Doppelzimmer, sechs Vierbettzimmer, zwei Sechsbettzimmer und ein Zweibettzimmer. Die Energieversorgung läuft über eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach sowie einen Batteriespeicher, in der gesamten Hütte soll eine Fußbodenheizung installiert werden. Hinzu kommt eine Löschwasserzisterne mit 60.000 Litern Fassungsvermögen.
Eine weitere positive Entwicklung gibt es mit Blick auf den künftigen gastronomischen Betrieb in der Kissinger Hütte. Wie Egert mitteilt, sei bereits ein neuer Pächter gefunden worden, der nach der Fertigstellung des Neubaus die Menschen vor Ort bewirten will. Der offizielle Vertrag sei zwar noch nicht unterschrieben, aber zumindest per Handschlag hätten sich alle Beteiligten einigen können. Der Erste Vorsitzende bedankt sich bei der „riesigen Unterstützung“, die es in den vergangenen Monaten durch viele Menschen gegeben habe: „Das Feedback ist toll. Wir sind absolut zufrieden.“
