Im Mittelpunkt stand die Frage, wie die europäischen Mitgliedstaaten zusammenarbeiten können, um aktuelle Herausforderungen zu bewältigen – indem alle das Bekenntnis zu den gemeinsamen europäischen Werten unterstreichen, die Wettbewerbsfähigkeit des Binnenmarktes stärken und in Sicherheit und Verteidigung investieren. Tobias Utter berichtete von den jüngsten Gesprächen im Europäischen Parlament, beim NATO-Hauptquartier und auf einer Delegationsreise ins Baltikum. Dabei wurde deutlich, dass Deutschland und seine Länder eine zentrale Rolle in der gemeinsamen Verteidigungsfähigkeit spielen.
Generalkonsul Flynn zeigte großes Interesse an der Arbeit des Innenausschusses des Hessischen Landtags unter dem Vorsitz von Thomas Hering – insbesondere im Bereich Cybersicherheit, angesichts der zunehmenden Zahl von Angriffen in Europa in den letzten Jahren. Hering stellte hessischen Maßnahmen im Bereich IT-Sicherheit und weitere Sicherheitsinitiativen dar und unterstrich: „Innere Sicherheit, konsequentes Auftreten auch in Migrationsfragen sind ein Gradmesser für die Handlungsfähigkeit des Rechtsstaats, weshalb ich hier klare Worte finde, auch die Stimmung aus Bevölkerung und der Blaulichtfamilie widerspiegle.“
Auch die Themen Migration, Energie und Wirtschaftsförderung fanden Eingang in das Gespräch. Hering und Utter stellten außerdem Hessens Initiativen zur geordneten Migration, zur Stärkung des Mittelstands und zur Resilienz ländlicher Räume vor. Besonderes Lob fand die Generalkonsulin für das starke ehrenamtliche Engagement in Hessen: „Ich bin immer wieder sehr beeindruckt vom Engagement der hessischen Bürgerinnen und Bürger für das bürgerschaftliche Engagement und davon, wie aktiv die Menschen sind, wenn es darum geht, ehrenamtliche Initiativen in ihren Gemeinden zu organisieren. Das ist sehr wichtig.“
Mit Blick auf die bevorstehende irische EU-Ratspräsidentschaft 2026 betonte Utter: „Wir brauchen Impulse für wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Irland als europaerfahrenes Land bringt hier die besten Voraussetzungen mit.“ Zum Abschluss würdigte Flynn die enge Verbindung zwischen Hessen und Irland, bekundete obendrein gute Verbindung zu Fulda. So zeigte sie sich erfreut über die Möglichkeit, die Region Fulda im Rahmen zukünftiger Besuche noch intensiver kennenzulernen – nicht zuletzt mit Blick auf den Hessentag 2026, der zeitlich unmittelbar vor der irischen Ratspräsidentschaft stattfinden wird.
