Zur Eröffnung begrüßte Andrea Prekop, Koordinatorin Pflegeberatung und Demenz bei den Maltesern, die Gäste und führte durch das Programm. Diözesangeschäftsführerin Christin Roos stellte in ihrer Ansprache das Anliegen der Veranstaltungsreihe vor: „Demenz betrifft uns alle – als Gesellschaft, als Angehörige, als Fachkräfte. Wir möchten mit dieser Ausstellung Raum für Begegnung, Verständnis und Austausch schaffen.“ Die Ausstellung sei ein Teil der Bemühungen, dem Thema mehr Sichtbarkeit zu verleihen.
Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die Überzeugung, dass Demenz nicht nur mit Verlust und Belastung verbunden ist, sondern auch mit Nähe, Wärme und gemeinsamen Erinnerungen. „Diese Ausstellung will nicht belehren, sondern berühren“, so Roos. Die Ausstellung basiert auf dem gleichnamigen Kalenderprojekt „Demensch“ von Peter Gaymann und Thomas Klie. Sie lädt dazu ein, eigene Erfahrungen zu reflektieren, ins Gespräch zu kommen und neue Perspektiven auf den Alltag mit Demenz zu gewinnen. Jan Wehner führte mit einer passenden musikalischen Untermalung durch den Abend.
Im Rahmen der Vernissage sprach Dr. Bernhardt Kiessling vom Klinikum Fulda in einem Fachvortrag über „Demenz – neue Perspektiven, alte Probleme“. Der Mediziner informierte über unterschiedliche Formen der Erkrankung, Symptome und den Verlauf. Besonders eindrücklich waren auch die persönlichen Einblicke einer Angehörigen, die vom Alltag mit einem demenzkranken Familienmitglied berichtete. Ein zweiter Fachabend findet am Donnerstag, 23. Oktober, um 18 Uhr statt. Dort referieren Angelika Hörter von der Alzheimer-Gesellschaft Nordrhein-Westfalen zum Thema „Jung an Demenz erkrankt“ sowie Daniela Herda, Leiterin Demenzdienste bei den Maltesern, über „Entlastung und Hilfe für Angehörige“.
Begleitend zur Ausstellung wurde auch das Projekt Café Malta vorgestellt. Es bietet Angehörigen dreimal pro Woche die Möglichkeit zur Entlastung. Während geschulte Ehrenamtliche sich um demenzkranke Menschen kümmern, erhalten Angehörige Freiräume für sich. Das Programm umfasst unter anderem gemeinsames Singen, Tanzen im Sitzen sowie Gesprächsrunden. Ziel ist es, Lebensfreude zu fördern und Wertschätzung im Alltag zu vermitteln. Die Ausstellung ist noch bis zum 7. November während der Öffnungszeiten im Malteser Zentrum Fulda zu sehen. Der Eintritt ist frei. Gruppenführungen sind auf Anfrage möglich.
