„Für uns als Wohlfahrtsverbände sind Demokratie, Toleranz und Vielfalt nicht nur politisches Prinzip, sondern die Grundlage unserer täglichen Arbeit. Unsere Einrichtungen und Dienste leben von Vertrauen und gegenseitigem Respekt. Daher freue ich mich, als Vorstandsmitglied der Liga der Freien Wohlfahrtspflege Projekte auszeichnen zu dürfen, die sich für diesen gesellschaftlichen Zusammenhalt einsetzen“, sagt Juch.
Mit dem Hessischen Sozialpreis werden jährlich ehrenamtliche Projekte gewürdigt. Schirmherrin des Preises ist die Hessische Ministerin für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales, Heike Hofmann, die mit Staatssekretärin Manuela Strube die Preise übergab. Die feierliche Preisverleihung moderierte Autorin und Journalistin Bärbel Schäfer. Die 30.000 Euro Preisgeld stiftete die Lotto Hessen GmbH, die den Preis von Beginn an (seit 2018) als Sponsor unterstützt.
Den ersten Platz und ein Preisgeld von 12.000 Euro erhielt in diesem Jahr das Projekt „Selbstbestimmt im Hüttendorf – Demokratie auf dem Bau“ des Kinder- und Jugendbauernhofs Kassel. Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren erleben hier Demokratie hautnah: Sie errichten aus Paletten ein eigenes Dorf, treffen alle Entscheidungen demokratisch und lernen, Konflikte respektvoll zu lösen. Den zweiten Platz sicherte sich die Law Clinic der Goethe-Universität Frankfurt. Jura-Studierende beraten dort kostenlos Menschen mit Migrations- und Fluchthintergrund zu Sozial-, Migrations- und Asylrecht. Der dritte Platz ging an den Landesheimrat Hessen – ein von Jugendlichen selbst organisiertes Gremium, das Mitbestimmung und Rechte junger Menschen in stationären Jugendhilfeeinrichtungen stärkt.
Juch würdigte mit zwei Anerkennungspreisen in Höhe von jeweils 1500 Euro die inklusive Social-Media-Redaktion „Normalos – Die Inklusivreporter“ der Lebenshilfe Gießen sowie den Interkulturellen Männertreff des Caritasverbandes Gießen. Beide setzen sich für mehr Sichtbarkeit, Begegnung und Teilhabe ein – und treten Ausgrenzung und Spaltung mutig entgegen. „Ohne freiwilliges Engagement geht es nicht. In unserer täglichen Arbeit erleben wird, dass es für den Zusammenhalt in der Gesellschaft viele Ehrenamtliche braucht. Sie bringen ihre Zeit, ihre Kompetenzen und ihre Werte mit und vermitteln sie weiter. Dies gilt es zu fördern, zum Bespiel durch Schulungen, Begleitung und durch Anerkennungen wie dem Hessischen Sozialpreis“, ist sich Juch sicher.
